Wettbewerb: Portrait zum 100jährigen Firmenjubiläum

© Marco Grob / teneues

Vor ein paar Tagen habe ich den Bildband “Industrious” vorgestellt, in dem drei Fotografen einen Industriekonzern zu dessen 100jährigen Firmenjubiläum portraitieren. Heute möchte ich genau diesen Bildband unter meinen Lesern verlosen.

Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, muss aber zuerst eine kleine Aufgabe absolvieren. Stellt Euch vor, IHR bekommt eine solche Anfrage, eine Firma zu ihrem 100. Jubiläum zu portraitieren. Was für eine Art Firma das ist, könnt ihr euch selber aussuchen. Das kann ein kleiner Handwerksbetrieb oder auch eine große Firma sein.

Bitte beschreibt jetzt in 3 oder 4 Sätzen, mit welchem Konzept ihr diese Aufgabe angehen würdet, worauf ihr Wert legt und wie ihr euren Vorschlag dem Kunden schmackhaft machen wollt. Gewissermaßen also eine Mini-Bewerbung um diesen Job.

Eure Teilnahme könnt ihr entweder als Kommentar hier hinterlassen oder als Beitrag in eurem eigenen Blog mit Trackback hierher.

Um es spannend zu machen, läuft die Aufgabe bis zum 10. Mai 2012 und ich werde Eure Kommentare erst nach Ende des Wettbewerbs freischalten. Der Bildband wird anschließend unter allen Teilnehmern verlost.

Und jetzt bin ich ehrlich gesagt gespannt, ob sich überhaupt jemand dieser Aufgabe stellt.

Ich arbeite als Fotograf und führe ein Fotostudio in Heidelberg. Mein Schwerpunkt ist die Portraitfotografie.
Außerdem biete ich Coachings und Trainings zu den Themen Orientierung, Marketing, Kundengewinnung und Betriebswirtschaft für Fotografen an.

23 comments

  1. Andre

    Die erste Frage für mich, ist der Geschäftsbereich: Service, Handwerk, Industrie. Der zweite Blick geht auf die Firmenphilosophie: mit welcher Idee und Motivation ist er Gründer gestartet und wie wird der Betrieb heute geführt. Was steht im Mittelpunkt: Kunde oder Produkt.
    Sind diese Dinge geklärt, so kann man an die Realisierung gehen.
    Mein Ansatz wäre eine Gegenüberstellung “Alt” zu “Neu”. Also schauen, ob es Bilder aus der Anfangszeit gibt. Ob in Privatarchiven oder bei einer lokalen Zeitung und versuchen, die Idee dieser Bilder heute nachzustellen. Als Beispiel: die Belegschaft vor dem Hauptgeschäft.

  2. S. Wickenkamp

    Da ich vor kurzem eine schöne Szene bei Blohm + Voss zur morgendlichen blauen Stunde beobachten und fotografieren konnte, würde ich dort gerne mal die Arbeiten und Arbeiter am Arbeitsplatz fotografieren. Ich stelle mir Charakterportraits kombiniert mit Detailaufnahmen, beispielsweise beim Schweißen, vor, so daß das Arbeitsumfeld und die Qualitätsarbeit eines Werftarbeiters dargestellt wird. Insgesamt könnte das Projekt 10 Berufe mit dem entsprechenden Arbeitsumfeld zu je 5 Fotos umfassen, so daß ein schöner Bildband entsteht.

  3. Daniela Müller

    Ich würde sehr gern eine kleine, feine Konditorei portraitieren, wenn man sich mal was wünschen darf:)
    - im Hinblick auf Tradition alte und neue Herstellungsarten verbinden ohne Industriemechanik
    - Details auf die Inhaltsstoffe und filigrane Fertigung durch Konditorenmeister
    - unter dem Motto “auf die Hand geschaut” alles aus diesem Blickwinkel betrachtet,
    - dargestellt durch flache Perspektive und Makroaufnahmen
    - Liebe zur Arbeit als oberste Priorität

    So, und nun würde ich gerne mal ins Porträtbuch schauen:)

  4. Ulrich Brodde

    Firma: Ein Zoo

    Konzept: Gemeinsame Darstellung der tierischen und menschlichen Persönlichkeiten des Zoos -
    also Tierpfleger mit Schützlingen, Zoodirektor mit Lieblingstier, Stammbesucher mit Patentier etc. etc.

    Verkaufskonzept: Der Kunde bucht im Auftragsfalle nicht nur einen Fotografen, sondern jemanden, der sich schon lange für das Thema “Zoo” begeistert. Porträts von Menschen und Zootieren sind mein fotografisches Hauptthema, Referenzen (Buch, Pressefotos, homepage) sind vorhanden.

  5. Peter Weilacher

    100 Jahre bedeuten Vertrauen. 100 Jahre bedeuten Beständigkeit. Dahinter stehen Menschen, Fleiß und Visionen. Diese Qualitäten der Vergangenheit zusammenzufassen und für die Zukunft greifbar zu machen ist das Ziel.
    In unseren Büchern: „Regionaltypische Spezialitäten aus Bayern“ und „Trends & Lifestyle – Oberbayern. Der Süden“ haben wir in fast 200 Firmenkurzprofilen bewiesen, das wir das leisten können.

  6. Oliver Teske

    Hallo,

    ich würde versuchen die Menschen und die Erfolgsgeschichte der Firma auf das Bild zu bringen. Also eine typische person mit einem typischen Produkt der Firma ofder falls es ein Dienstleister ist etwas symbolisches was für die Dinstleistung steht. Die Bilder genau wie in diesem Buch von der Gestalltung her minimalistisch halten so dass Mensch und Gegenstand für sich sprechen.

    So würde ich es versuchen.

    Gruß
    Oli

  7. Henrik H.

    Hallo,

    also ich kenne weder das Buch noch habe ich bisher eine ganze Firma porträtiert. Einzelne Personen aus einer Firma habe ich natürlich schon vor der Linse gehabt und auch Gruppenfotos. Allerdings als Thema ein Firmenportrait zu haben finde ich spannend – zumal Firmen mit einer solch langen Geschichte heutzutage nicht mehr sooo dolle gesäht sind…

    Wenn ich die Wahl hätte würde ich entweder die Heidelberger Druckmaschinen oder Wasa Möbel nehmen. Letztere sind ein mittelgrosser Handwerksbetrieb zwischen Kaiserslautern und Zweibrücken, der sich auf hangearbeitete Massivmöbel spezialisiert hat. Dabei geht es da aber nicht vorrangig um Wohnmöbel, sondern um Büromöbel und hier nicht um irgendwelches abgefahrene Design, sondern um sehr funktionale und klar strukturierte Möbelstücke, die sich in die Standard DIN Möbel, die man eben so findet integrieren. Es ist bei dieser Firma schön zu sehen wie von der Holzverarbeitung über Lackierungen bis zur Lederei und Polsterung alles im Hause gemacht wird. So liesse sich wunderschön der einzelne Arbeitsschritt zeigen. Auch liegt die Firma schön im Wald und einer der Mitarbeiter ist Oldtimerfan – auch hier hätte mans chon viele Ideen dazu im Kopf :-)
    Vom Konzept her wäre es ein eher romatisch angelegtes Portrait der einzelnen Mitarbeiter an Ihren Arbeitsplätzen und raussen in der Natur.
    Die Bilder würden sich wunderschön im Eingangsbereich der Firma machen und die Mitarbeiter hätten z.B. zu Weihnachten ein schönes Bild von sich selbst für zu Hause, denn die Kolligialität wird hier besonders gross geschrieben. Auch zum Sommerfest mit Grillwürstchen und Kinderattraktionen gäbe es hier eine schöne Möglichkeit eines Fotoshootings für die ganze Familie.

    Lieben Gruß
    Henrik

  8. stefan zauner

    liebes fotografr-team!

    wenn der auftrag lauten würde, z.b. für den hersteller von mobilen knickarmkränen ein portfolio zu erstellen, würde ich an die thematik wie folgt herangehen / dem auftraggeber folgende vorschläge unterbreiten:

    variante a) “chronologie”
    fotoreportage vom anliefern des rohstoffes und der zulieferteile über die verarbeitung im werk bis zur endmontage auf einem lkw und auslieferung an/übernahme durch den kunden (mix aus übersichtsfotos, detailaufnahmen, portraits…), eventuell reduziert/beginnend mit einem Schrauben/Splint, der zu einem Kran “wächst” und seine Geschichte erzählt

    variante b) “aktion”
    bestehend aus menschen bei der arbeit, mix aus langzeitbelichtungen (arbeiter beim flexen, lichtspuren) und eingefrorenen bewegungen (lichtbogen beim schweissen, lacktropfen beim lackieren, abschliessend Mehrfachbelichtung einer Hebebewegung des Kranes

    variante c) “sondertechniken”
    eine kombination aus fotografischen “sondertechniken”, bestehend aus panorama oder infrarotaufnahmen des produktionsbetriebes, schrägen perspektiven (montagevorgang aus frosch/vogelperpektive) und b)

    variante d) “übertreibung”
    um die kraft des mobilkranes herzustellen, das Anheben unmöglicher lasten fotografisch nachstellen – eventuell mit Hilfe eines 1:10 Modells, das beispielsweise ein Schiff, ein ganzes Haus oder einen Berg hebt/versetzt (nach dem Motto: wir versetzen Berge für Sie…)

    würde mich sehr über das buch freuen!
    lg stefan zauner
    5303 thalgau

  9. WolfiKrenn

    Ich würde die Mitarbeiter eines kleinen Handwerksbetriebs bei ihren typischen Tätigkeiten ablichten, aber im Studio, separiert von ihrer normalen Arbeitsumgebung, eventuell mit einem typisch für diese Tätigkeit stehendem Werkzeug.
    Ausarbeitung kann ich mir sehr gut in schwarz-weiß vorstellen. Grauer Hintergrund. Eigentlich ganz schlicht.

    Mir schwebt sowas eigentlich schon seit Jahren vor.

  10. Utz

    Meine Firma (also die, in der ich arbeite, ein global agierender Konzern) ist vor kurzem auch 100 Jahre alt geworden, ein recht aktuelles Thema also… folgendes ist meine Interpretation:
    * die 100 wichtigsten Produkte und Einsatz der Dienstleistungen, die die Firma heute anbietet zu fotografieren, und jeweils einen Menschen aus dem entsprechenden Team. Hier ist die Kernbotschaft, dass hinter den meist anonymen Produkten Menschen wie Du und ich stehen. Das Produkt/die Dienstleistung soll sich dabei im Portrait der Mitarbeiter widerspiegeln. Keine Historie/was-haben-wir-alles-tolles hinter uns, sondern im hier und jetzt, wo die Firma nach 100 Jahren steht.
    * 100 Gruppen-Portraits über Hierarchiestufen hinweg: also Sekretär(in), Mitarbeiter(in), Abteilungsleiter(in), Bereichsleiter(in) usw. Kernbotschaft ist hier der Zusammenhalt nicht nur unter Kollegen, sondern die ganze Firmenstruktur überspannend.
    * 100 Bürotüren verschiedener Lokationen. Kernbotschaft: die vielen Lokationen der Firma zeigen, aber auch den Individualismus, der sich in den Plakaten, Zetteln, Artikeln, Aufkleber usw. auf den Türen ausdrückt.

  11. Pascal

    Hallo

    Sehr interessante Aufgabenstellung. Als Beispiel nehme ich einfach mal die Firma in der ich arbeite. Ein KMU mit ca. 30 Mitarbeitern in der Elektroplanung.
    Was mir wichtig ist das man von jedem Mitarbeiter ein Bild macht bei dem man ihn im Einsatz sieht. Also während der Arbeit. Für ein Firmenportrait würde ich die Mitarbeiter im Bildausschnitt (z.b. Aussenfasade) verteilen so dass nicht alle auf einem Haufen sind. Das ganze evtl. mit mehreren Bildern die man danach zusammen setzt.

    Was auch noch zu überlegen wäre ist ein Video in dem die Firma noch vorgestellt wird.

    Grüsse
    Pascal

  12. Marco Morath

    Hallo Michael,

    ich würde nach dem Eingang der Anfrage zunächst einmal recherchieren. Was gibt es über dieses Unternehmen zu wissen und mit welchen Personen habe ich es zu tun. Nach der Recherche würde ein persönliches Gespräch beim Kunden folgen um einen ersten Eindruck des Kunden zu gewinnen und den Auftrag denauer zu besprechen. Danach folgt die weitere Auftragsprüfung, Ermittlung von Durchführungswegen und Prüfung der Machbarkeit (bei großen Aufträgen). Die Zielgerichtetheit und ggf. Missverständlichkeit (der Fotos) ist während der Bearbeitung immer wieder zu prüfen; ggf. sind Korrekturen erforderlich.
    Nachdem die ersten Gedanken und ggf. ein paar Aufnahmen gemacht sind, wäre ein weiteres Gespräch mit dem Kunden erforderlich um die Ausrichtigung der Auftragsabwicklung zu prüfen, Gespräche über die Printmedien und den Gesamtumfang zu führen und die weitere Tätigkeit abzustimmen.
    Die intensive Einbindung des Kunden in den Schaffensprozess halte ich für wichtig bei einem solchen Projekt.

    Grüße,

    Marco

  13. Ernst Egener

    für einPortrait zum 100jährigen würde ich die Firmengeschichte studieren und die Entwicklung im Vergleich Damals – Heute aufzeigen. Neue Fotos z.B. vom Produktionsbetrieb (Maschinen usw.) im Vergleich zu den Anfängen zeigen. Dem Kunden aufzeigen, was er in der Zeit seiner Verantwortung erreicht und verbessert hat.

  14. Erich

    Also zuerst würde ich mir mal die Location anschauen – damit ich mir selbst erst mal ein Bild davon machen kann, was ich wo, wie und wann am besten draus machen könnte.

    Anschließend MIT dem Auftraggeber zusammen einen entsprechenden Vorschlag ausarbeiten, um mit Ihm zusammen festzulegen, was und vor allem wie er die Bilder haben möchte. => i.d.R. hat der Auftraggeber meistens bereits selbst konkrete Vorstellungen, die es zu berücksichtigen gilt.
    .
    Evtl. Bilder aus anderen Aufträgen zeigen (z.B. https://www.facebook.com/media/set/?set=a.279716662105883.65825.100002026532077&type=1) um zu zeigen, was machbar ist bzw. welche Möglichkeiten da sind.

    Mit dieser Vorgehensweise bin ich bisher immer am besten gefahren.

  15. werner Pechmann

    Mein Projekt sähe so aus:

    Ich würde die Hände der Mitarbeiter fotografisch in Szene setzen: Jeden Mitarbeiter würde ich bitten, sich eine Geste, eine Szene, eine Handlung zu überlegen, die er mit sich, seiner Tätigkeit und seinem Unternehmen verbindet. Diese Szene bilde ich schließlich im Foto ab. Dabei wäre es mir wichtig, die Farbgebung der Bilder dezent zu halten, wahrscheinlich sogar monochrom. Jedes Bild wird “hand”schriftlich von den Mitarbeitern unterzeichnet.

  16. Simone

    Wenn ich eine Fotodokumentation zum 100-jährigen Firmenjubiläum (z. B. eines Automobilherstellers) machen dürfte, dann würde ich Folgendes vorschlagen:
    Ich würde ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich besonders mit der Firma identifizieren, portraitieren, und zwar würde ich jeweils ein markantes Portraitfoto machen und ein Foto, dass jeweils die gleiche Person in typischer Weise in ihrem natürlichen Arbeitsumfeld zeigt, ohne dass dies gestellt wirkt; zudem eine Detailaufnahme von jeweils einem typischen Arbeitsgerät, ggf. auch den Händen. Dazu würde ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen, was sie besonders mit der Firma verbindet, wofür die Firma aus ihrer Sicht steht und welche Werte sie mit der Firma verbinden; daraus würde ich markante kurze Zitate auswählen, um die Bildaussagen zu unterstreichen. Es sollte ein bunter Querschnitt durch alle Altersgruppen und Ebenen, von der Führungskraft zum Hilfsarbeiter, werden, idealerweise wären auch mal mehrere Generationen einer Familie dabei. Abrunden würde ich das Portrait dann noch mit einigen weitwinkligen Firmenfotos und Gruppenfotos, ein paar Archivbildern der Firma, die ich versuchen würde auf die Gegenwart zu übertragen und nachzustellen, und einem Text zur Firmengeschichte.
    Ich würde Wert auf Authentizität des Firmenportraits legen und auf einen kundigen Ansprechpartner in der Firma, der ggf. den Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermittelt. Schmackhaft machen würde ich mein Konzept durch eigens zu diesem Zweck angefertigte Beispielbilder und eine kurze und pfiffige Projektbeschreibung.
    Viele Grüße,
    Simone

  17. Jörg Schwindowski

    Zu diesem 100 jährigen Anlass wird im Netz mit einer Jubiläumswebsite gefeiert. Diese Jubiläumswebsite funktioniert wie eine große Pinnwand, auf der Erinnerungen in Wort-, Bild- oder Videoform nach Jahren geordnet veröffentlicht werden. Durch diese Präsentation, werden die 100 Jahre zu neuem Leben erweckt. Hierzu können Leser, Mitarbeiter und Besucher eigene Erinnerungen beisteuern. So entsteht ein bleibendes Bild von Fotograf.

  18. Pingback: Konzepte für einen Fotoauftrag für das 100jährige Firmenjubiläum | Magazin für Fotografie

  19. Ulrich Brodde

    Glückwunsch zum Gewinn des Buches an S. Wickenkamp!
    Als kleinen Ausgleich zu meinem Nichtgewinn dürft ihr mir die Daumen drücken.
    Denn das hier von mir in Kurzform vorgestellte Konzept werde ich heute (unverlangt) in ausführlicher Form bei einem Zoo (40-jähriges Jubiläum) einreichen.
    Vielleicht gibt es ja bald wieder ein Buch zu verlosen :-)

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