Eignung des ASUS Eee PC 1000H für Fotografen


Schon seit einiger Zeit werden die sogenannten Netbooks immer beliebter. Sie sind sehr klein und leicht und mit einem vollwertigen Betriebssystem (z.B. Linux oder Windows XP) ausgestattet. Mit der eingebauten WLAN-Karte lässt sich im Cafe drahtlos surfen, mit der (fast) vollwertigen Tastatur kann man auch längere Texte bequem schreiben.

Seit Mitte Dezember besitze ich den Asus Eee PC 1000 H und möchte vor allem den Aspekt “Eignung für Fotografen” betrachten. Allgemeiner gehaltene Testberichte finden sich auf Amazon und Testfreaks.

Allgemeine Features

Unterwegs eMails abrufen und surfen, dafür ist der Asus Eee PC 1000 H bestens geeignet. Er gehört mit ca. 1,5 kg Gewicht zwar nicht zu den Leichtgewichten seiner Art, hat aber dafür einen Akku, der 4 Stunden und mehr durchhält und eine recht angenehm bedienbare Tastatur. Selbst 10 Finger-Blindschreiben klappt nach ein wenig Übung, auch wenn ich in der Anfangszeit die rechte Shift-Taste konsequent verfehlt habe.

Display

Der Asus 1000H verfügt über ein ausreichend großes (1024 x 600 px) und brilliantes Display, das nicht spiegelt und auch aus schrägerem Winkel gut ablesbar ist. Wie alle Consumer-Displays ist es aber nicht auf Farbrichtigkeit eingestellt, es ist daher also für Fotografen unbedingt erforderlich, es zu kalibrieren. Ein nettes Feature ist, dass mit einem Tastendruck die Anzeige um jeweils 90 Grad gedreht werden kann.

WLAN, Bluetooth und Netzwerk

… sind alle bereits eingebaut, einer drahtlose Übertragung von Fotos steht also nichts im Wege.

Kartenleser

Ein SD / SDHC – Kartenleser ist eingebaut. Der Asus ist daher für schnelle Sichtung der Fotos während des Shootings sehr gut geeignet. Für mich einer der Hauptgründe für die Anschaffung dieses Geräts.

Mobiler Einsatz für Fotografen

Der Asus kann zum Beispiel für folgende Zwecke eingesetzt werden

  • Schnelle Sichtung und Sortierung von Fotos bei Shootings im Studio oder on location
  • Elektronische Mappe bei Akquise-Gesprächen
  • Digitaler Bilderrahmen für Slideshows bei der Event-Fotografie
  • Einsatz in Verbindung mit einem tragbaren Fotodrucker (Selphy o.ä.) zum sofortigen Ausdruck von Fotos auf Veranstaltungen
  • “Image-Tank” zum Sichern der Speicherkarten.

Software

Erfreulicherweise ist relativ wenig Software vorinstalliert. Insbesondere die bei anderen Anbietern gerne auf dem Desktop platzierten kostenpflichtigen Angebote fehlen. Als Fotograf wird man als erstes einen guten Foto-Viewer (ich nutze Faststone – das ist kostenlos und sehr zu empfehlen!) installieren.

Fazit

Mit dem Asus Eee PC 1000H bekommt man ein Gerät, das man bereits nach kurzer Zeit nicht mehr hergeben mag (zumindestens ging es mir so). Es ist nun möglich, einen (fast) vollwertigen PC immer dabeizuhaben, im Internet zu surfen oder Fotos auszusortieren und vorzuführen.


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Kommentare

9 Kommentare zu “Eignung des ASUS Eee PC 1000H für Fotografen”
  1. Uwe Mayer sagt:

    Dem kann ich nur voll beipflichten. In meinem Fall ist es ein eeePC 901. Für mich als Vielreisender ist das Gerät auch die Verbindung zu Freunden, liebgewonnenen Services und und und.
    In Sachen Fotografie benutze ich den eeePC um Sicherungskopien der Speicherkarten zu machen und in Kombination mit 19-Zoll-Display, Maus und Tastatur als Miniaturbüro. Ernsthafte Bildbearbeitung betreibe ich damit zwar nicht, aber HDRs und Panoramen habe ich schon mal mit dem Gerät zusammensetzen lassen.

  2. omori sagt:

    Hallo Uwe,
    stimmt, als Imagetank kann man das Gerät auch nutzen. Das trage ich gleich im Artikel nach, danke!

  3. Schade, SD-Card hat nur mein Palm. :-) Wie sieht es mit CF aus? Er scheint keinen PCMCIA Slot oder ein ExpressCard-Slot zu haben. Da könnte man wenigstens einen von diesen Adaptern reinschieben (natürlich nur die aktive Ausführung, sonst ist es zu lahm) So bliebe mir wohl nur das Gefummle mit dem USB-Kabel.

  4. Stefan sagt:

    Kann man an einen Eee PC auch einen externen Monitor anschließen? Mich würde auch interessieren wie es mit einem Twitter und oder ICQ Client aussieht.

  5. omori sagt:

    Ein CF-Leser ist nicht eingebaut, ein PCMCIA-Slot ist ebenfalls nicht vorhanden. Das muss man tatsächlich auf USB zurückgreifen, was ich aber nicht als großes Problem ansehe.

    Eine Buchse für den Anschluss eines externen Monitors ist vorhanden, Twitter und ICQ ist ja “nur” Software, die zwar nicht vorinstalliert ist, aber unter XP problemlos laufen sollte.

  6. Borys Sobieski sagt:

    Hi,

    ich wollte noch ergänzen, das sogar CS4 auf der Kiste läuft. Gut man sollte 2 GB RAM einbauen und nciht zu viel erwarten. Aber für ne kurze Bearbeitung vor Ort dennoch zu gebrauchen.

    Bei der Intallation ist die Auflösung allerdings auf 1024×768 zu stellen.

    Interessant wird der Asus denk ich aber erst so rictig mit Windows 7. Trotzdem macht er spaß.

  7. Thomas sagt:

    Sorry, aber Ich finde den Test etwas zu allgemein gehalten. Ich selber hatte zwar nicht den Asus in der Hand habe aber mal den Samsung NC10 getestet.
    Trotzdem finde ich wäre zu unterscheiden ob man mit RAW-Dateien oder JPG fotografiert.
    Ich selber benutze eine D300 mit 14Bit Farbtiefe im RAW-Format. Und wenn ich mir Fotos mit ViewNX oder meinetwegen mit einem anderen Freeware-Viewer wie z.B. Irfanview ansehe, ist mir diese Leistungsklasse zu wenig. Soll heißen, spätestens nach dem 10. betrachteten Bild geht die Performance in die Knie.
    Mag sein, dass das bei JPG nicht so ist, aber wir reden doch von der Tauglichkeit fürs Fotografieren und da gehören eben RAW-Dateien dazu.

    Zweitens kein CF-Slot. Gerade dort wo es interessant wird – nämlich als Imagetank mit großer Kapazität – versagt die Ausstattung.
    Mag ja auch sein, dass viele Kameras mit SD und SDHC-Karten arbeiten, aber die “gehobenere Mittelklasse” benutzt – aus gutem Grund – CF. Das müßte ich bei den Netbooks per USB nachrüsten. Bedeutet in der Praxis: Kabel dranhängen und entsprechendes Lesegerät (und immer dran zu denken es in die Tasche zu packen). Damit verliert er m.E. schon wieder einen gewissen Reiz.
    Zumal die Performance eher auf Büro und nicht auf Bildbearbeitung ausgelegt ist – wenn ich ihn mal als “aufgebohrten” Imagetank sehen will.

    Und mal ehrlich, wer will schon unterwegs im Netz surfen, wenn er fotografiert? Für Bildjournalisten, die Bilder an die Redaktionen übermitteln müssen – da wäre seine eingebaute Funktechnik natürlich gut – ist das Display schlicht weg zu klein um vernünftig Bilder beurteilen zu können.

    Sorry, aber da bin ich hart, solange noch soviele “Wenn” und “Aber” die Brauchbarkeit einschränken ist das für mich ein Spielzeug, zumal ich bereits für das Doppelte an Geld vernünftige (und handliche) Vollwertnotebooks bekomme.

  8. omori sagt:

    Hallo Thomas,

    meine Canon 1D Mk2n arbeitet mit SD Karten, und meines Wissens auch alle neuere Modelle dieser Serie.

    Und von der Anzeigegeschwindigkeit von Bildern sehe ich auch keine grundsätzliches Problem.

    Vielleicht nimmst Du den Asus EEE PC tatächlich einmal in die Hand und testest, ob er Deinen Anforderungen nicht doch genügt.

    Aber Du hast natürlich recht, ein richtig vollwertiger PC ist es nicht, da darf man sich nichts vormachen.

    Gruß
    Omori

  9. Luminograph sagt:

    Hallo,

    ich selbst nutze auch den 1000H, und bin damit voll und ganz zufrieden.

    Zugegebendermaßen kommt er natürlich mit 1,6Ghz und 4 Jahre alter Prozessortechnologie nicht mit Vollwertigen System mit. Allerdings passt er in jede Kameratasche, und reicht für eine schnellsichtung und schnellretuschen aus.

    Da Meine Kamera leider noch keinen SD Slot hat, habe ich mir mit folgendem Adapter ausgeholfen…

    http://kurzurl.net/Amazon-CF2SD

    Zwar nicht so schnell wie Extreme IV Karten aber eine Alternative zum Cardreader am USB-Port. (Ein Gerät weniger das man verlieren kann ;) )

    Gruß

    Michael

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