Fotokurs Straßenfotografie – Szenen, Menschen und Orte im urbanen Raum fotografieren
Straßenfotografie liegt zur Zeit hoch im Kurs. Viele Fotografen sprechen darüber, viele üben sie auch praktisch aus und in vielen Blogs und Fotocommunitites werden Bilder gezeigt und diskutiert. Das reicht von der dezenten Beobachtung von Szenen, die sich auf öffentlichen Straßen ereignen bis hin zum aufdringlichen “Abschießen” von Leute, die eigentlich gar nicht fotografiert werden möchten (wobei diese Art der Straßenfotografie in Deutschland ohnehin nicht erlaubt ist).
Meike Fischer und Rudolf Krahm nehmen die Leser in ihrem Buch “Fotokurs Straßenfotografie” mit auf eine Reise, die Aspekte guter Straßenfotografie auszuprobieren und einzuüben. Das Wort “Fotokurs” im Titel des Buchs ist dabei durchaus ernst gemeint. Denn die Autoren beschreiben nicht nur, welche technischen Grundlagen zu beachten sind und worauf bei der Bildgestaltung Wert gelegt werden sollte. Darüber hinaus werden regelmäßig konkrete Übungsaufgaben vorgeschlagen, die die Lerninhalte vertiefen sollen und vor allem den Leser animieren, den sprichwörtlichen “Hintern hoch” zu bekommen, nach draussen zu gehen und zu fotografieren.
Da zahlt sich aus, dass Meike Fischer seit vielen Jahren als Anbieterin von Fotokursen arbeitet, denn das Buch ist didaktisch sehr klug aufgebaut Der Leser bekommt alle notwenigen Informationen (beispielsweise über Belichtung, Histogramm, Tonwerte, Bildschärfe, etc.), bekommt aber darüber hinaus immer wieder Anregungen durch die Fotos im Buch und vor allem die Übungsaufgaben, sich auf das wesentliche der Straßenfotografie zu konzentrieren, nämlich das gute Auge des Fotografen und das Konzept der Aufnahmen.
Auch wenn Straßenfotografie in der Praxis wohl häufig in der Form abläuft: “Ich gehe mal los und schaue, was mir über den Weg läuft” propagieren die Autoren einen anderen Weg. Sie schlagen vor, sich ganz konkrete Ziele und Projekte vorzunehmen, die fotografiert werden sollen. Das kann auch gut einmal ein Projekt über mehrere Wochen sein, das konsequent verfolgt wird. So schaffen die Autoren (und mit ihnen die Leser) den Schritt vom “Knipsen” zum “Fotografieren”.
Mein Fazit: Praxisnahe Anleitung, die den Leser durch ganz konkrete Übungsaufgaben motiviert, sich intensiver mit der Straßenfotografie zu beschäftigen
Meike Fischer / Rudolf Krahm
Fotokurs Straßenfotografie
Szenen, Menschen und Orte im urbanen Raum fotografieren
32,90 Euro(D) / 33,90 Euro(A)
256 Seiten
ISBN: 978-3-89864-691-8
Mehr Informationen beim dpunkt-Verlag sowie bei Amazon.
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Danke für den Tip!
Ich habe das Buch eben bei Amazon bestellt. Bei Amazon gibt es eine Vorschau zu dm Buch, scheint recht vielversprechend zu sein.
Gruß
Oli
Gott sei Dank vermeiden die Autoren im Titel die Übersetzung “Streetphotography”. Für mich genauso furchtbar wie das Forengelaber “Shooting”…
Immerhin haben sich die Autoren an Dr. Martina Mettners Ratschlag “Niemand, auch der tollste Fotograf nicht, bringt vom ziellosen Rumschlendern vernünftige Fotos nach Hause” (aus “Wie man ein großartiger Fotografie wird”) gehalten, wenn ich das lese:
>> Auch wenn Straßenfotografie in der Praxis wohl häufig in der Form abläuft: “Ich gehe mal los und schaue, was mir über den Weg läuft” propagieren die Autoren einen anderen Weg. Sie schlagen vor, sich ganz konkrete Ziele und Projekte vorzunehmen, die fotografiert werden sollen. Das kann auch gut einmal ein Projekt über mehrere Wochen sein, das konsequent verfolgt wird. So schaffen die Autoren (und mit ihnen die Leser) den Schritt vom “Knipsen” zum “Fotografieren”. <<
Trotzdem: Statt zum Kauf dieses Buchs genügen mir diesmal die rund 50 frei verfügbaren PDF-Seiten der Leseprobe. Zumal ich gerade Ernst Haas und Saul Leiter konsumiert, nein genossen habe…
Ralf
Hallo Ralf,
ja, da hast Du ja so Recht!! Ich finde es zum Teil auch schlimm wie wir uns neue englische Wörter ausdenken und einsetzen. Mein Liebling ist “public viewing” das “öffentliches Leichen-Anschauen”.
Das Buch ist gestern bei mir angekommen. Zum Lesen bin ich jetzt noch nicht gekommen, habe es aber mal geblättert und da macht es auf den ersten Blick einen sehr interessanten Eindruck. Wenn ich es gelesen habe kann ich gerne noch einmal berichten wie es auf mich als Einsteiger gewirkt hat.
Gruß
Oli
Das klingt interessant. Danke auch für den Tip mit der leseprobe – da werde ich zumindest mal ´reinschauen.