Tipps für das Marketing eines Fotografen


Von Dr. Susan Brooks-Dammann und Jana Mänz

Früher, in der guten alten Zeit, musste ein Fotograf nur gute Fotos machen. Das genügte in der Regel, um Auftraggeber zu überzeugen: je besser die Fotos, desto höher die Chancen auf einen Auftrag.

Heute reicht das bei Weitem nicht mehr. Die Konkurrenz ist groß und um Kunden zu gewinnen, muss man als Fotograf entweder herausragend sein, ein großes Netzwerk besitzen oder sehr genau wissen, wie man potentielle Kunden überzeugt, dass man der Beste für diesen Auftrag ist. Und, das ist in der heutigen Zeit essentiell, sollte man als Fotograf zur Kundengewinnung Marketingstrategien kennen, planen und ausführen können.

Gerade für Berufsanfänger oder Quereinsteiger, also Neulinge im Fotobusiness, ist es jedoch äußerst schwierig zu überblicken, welche Strategien zur Kundengewinnung eingeschlagen werden können. Häufig verfügen sie nicht über die Kontakte und das Netzwerk, um schnell an Aufträge heranzukommen. Zudem fehlt es auch in den allermeisten Fällen an Geld, um hier Marketing-Profis an den Start zu schicken. Und welcher Fotograf ist auch schon gelernter Marketing-Stratege? Es gibt einige wenige, die ein sicheres Gespür für die Kundenwerbung haben. Alle anderen brauchen bessere Informationen und – ein Konzept, das sich durch ein paar einfache Vorüberlegungen gezielt aufbauen lässt!

Hier ein paar Fragen und Tipps, die einem dabei helfen, geeignete Marketingstrategien für das eigene Fotobusiness zu erarbeiten:

Welche fotografischen Leistungen biete ich an?

Sollten Sie zum Beispiel Fotos für Stockagenturen anfertigen, dann macht es wenig Sinn wenn sie sich mit einem Flyer in eine Einkaufspassage stellen. Anders herum könnte dieser direkt ihre Kunden ansprechen, wenn Sie in der Nähe ein Fotostudio für Portraits und Familienfotos haben.

Wie erreiche ich meine Kunden?

Möchte ich meine Kunden direkt ansprechen, per Telefon oder persönlich oder versuche ich das eher über indirekte Methoden wie Internetpräsenz oder Ausstellungen?

Bleiben wir bei dem Beispiel des Portraitfotografen. Den Kunden direkt vor seiner Tür oder auf einer Veranstaltung anzusprechen und ihm einen Flyer an die Hand zu geben, ist hier eine gängige Methode, Kunden zu gewinnen. Oftmals erfahren erst die Kunden in diesem Moment von Ihnen. Anders sieht es aus, wenn Sie als Fotograf für Agenturen arbeiten möchten. Diese mögen es gar nicht, wenn man dort ohne Termin unaufgefordert vor der Tür steht oder alle zwei Monate anruft. Hier ist es wichtig, dass Sie versuchen, einen Mappentermin zu bekommen. Schauen Sie vorher auf die Seite der Agentur, welche Vorlieben sie hat. Dementsprechend legen Sie nur die Fotos in die Mappe, mit denen Sie ihren zukünftigen Auftraggeber überzeugen möchten.

Die Visitenkarte

Die Visitenkarte ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente für Ihre Eigenwerbung. Überlegen Sie im ersten Schritt, was möchten Sie anbieten und wie möchten Sie kontaktiert werden? Es nutzt nichts, wenn Sie auf ihrer Visitenkarte ihre Festnetznummer aufdrucken lassen und Sie aus beruflichen Gründen nie zu Hause sind. Sind Sie ein Studiofotograf sollte natürlich auch die Studioadresse und die Öffnungszeiten vermerkt sein.

Es gibt heutzutage 1000 Möglichkeiten. Ob gedruckt, selbst gemacht, auf Papier, auf Holz, in Baumwolle geprägt. Seien Sie kreativ, eine interessante und professionell gestaltete Visitenkarte prägt sich schneller beim Kunden ein. Wenn Sie sich aufgrund des Motivs unsicher sind, weil sie sowohl als Hochzeitsfotograf als auch als Kindergartenfotograf arbeiten – auch dafür gibt es Lösungen. Es gibt Druckereien wie Moo.com, die es ihnen erlauben, 100 Visitenkarten mit 100 eigenen verschiedenen Motiven bedrucken zu lassen. So haben Sie je nach Kunden ein passendes Motiv zu Hand.

Website

Ein wichtiger Baustein der Selbstvermarktung von Fotografen ist die eigene Website. Hier wird beschrieben, wie man eine Fotografenwebsite erstellen kann und welche Arbeiten in ein Onlineportfolio gehören..

Das Schaufenster des Ladengeschäfts

Als Studiofotograf spielt zudem die Gestaltung des Schaufensters eine sehr wichtige Rolle. Wer lässt sich nicht von tollen Fotos faszinieren, um dann später zu sagen, solch ein Foto möchte ich von meiner Familie haben? Wir können diesen wichtigen Marketingpunkt nicht oft genug wiederholen; immer noch gibt es viele altmodische und unattraktive Studio-Schaufenster, deren ausgestellte Fotos oft 10 Jahre oder älter sind (man sieht es meistens an der Kleidung oder den Frisuren der Personen). Geben Sie sich Mühe und tauschen Sie regelmäßig ihre Fotos aus.

 

Wir von delighted magazine organisieren Webinare für FotografInnen und KünstlerInnen. Die Themenbereiche, die wir abdecken sind von “A” wie “Als Fotograf selbständig machen” über F wie “Fotos online verkaufen”, über S wie “Social Media Marketing” bis hin zu ….? Wer tiefer in die Social Media Marketing Welt eintauchen will, der kann sich auf unser neues e-Book “Social Media Marketing für Fotografen” freuen, in dem wir in aller Tiefe auf Themen wir Pinterest, Facebook, Blog & Co. und deren Nutzung als Marketinginstrument eingehen werden.

5 comments

  1. Pingback: Tipps für die Selbstständigkeit als Fotograf > e-course-webinar >Existenzgründung

  2. ReplyLukas

    In letzter Zeit kommt es mir vor Allem so vor, als wollten die Wenigsten für gute Leistung zahlen und wissen nichts mehr wert zu schätzen. Trotzdem toller Artikel!

  3. Pingback: Artikel mit Tipps für Fotografen | Marketing für Fotografen Blog

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