Erfahrungsbericht Lumedyne Blitzanlage
Von Christian Ahrens
In dem Artikel “Mini-Blitzanlage für mobile Fotografen” habe ich meine Suche nach der optimalen Lösung für meine Bedürfnisse beschrieben. Nach intensiver Recherche habe ich mich dann für eine Anlage der Firma Lumedyne entschieden.
Bei Quantum gefiel mir das Konzept nicht, dass die Blitzköpfe im Prinzip wie überdimensionierte Systemblitze aussehen. Das fand ich einfach nicht cool… Und ich bin der Meinung, dass man trotz stabiler Bajonettkonstruktion keine großen Softboxen an die Maschinen bekommt, weil die Kunststoffköpfe mir dafür dann doch etwas zu wenig robust erschienen. Die Signature-Serie (Blitzköpfe) von Lumedyne ist dagegen aus Vollmetall gefertigt, sehr verwindungssteif und robust gebaut. Sie benutzen das gleiche Bajonett wie Quantum und auch Norman, das auch wirklich belastbar ist.

Foto: Christian Ahrens
Was außerdem sehr für Lumedyne sprach: es ist das m. E. flexibelste System, d. h. man hat in der “kleinen” Ausbaustufe z.B. einen 400Ws-Generator. Damit kann man schon viel anstellen und hat eine superkleine Bauform. Soll es mehr sein, können Module eingesetzt werden, die die Leistung hochsetzen – bis 2400 Ws. Sind dann die Ladezeiten zu lang, kann ein Booster dazugenommen werden, der die Ladezeiten wieder verkürzt. Und wenn man nicht mit Akkus arbeiten will oder kann, tauscht man diese eben durch ein Netzteilmodul aus….
Das hat mich überzeugt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich bisher all diese Zusatzmodule weder erworben habe noch je damit gearbeitet habe. Ich nutze vollzufrieden die 400 Ws-Generatoren und die Akkupacks „large“. Aber ich finde es klasse, im Bedarfsfall das System ausbauen zu können. Wenn das natürlich auch auf Kosten der Kompaktheit ginge, denn die zusätzlichen Module brauchen natürlich Platz und haben Gewicht. Für Lumedyne spricht außerdem, dass es einen deutschen Vertrieb gibt, der einem im Notfall hoffentlich weiterhelfen kann.
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Lieber Christian,
erst einmal danke für die tollen Berichte. Denn vor genau der gleichen Frage stehe ich momentan auch. In eine Blitzanlage investieren, nur in welche.
Eine Frage habe ich dazu noch:
Gerade als Industriefotograf benötigst du doch sicherlich auch Normalreflektoren mit Waben, Engstrahl- oder Weitwinkelreflektoren. Hast du solche und passen die auch an deine Kompaktblitze? Wie sieht es mit Diffusorschirmen aus?
Vielen Dank für deine Antwort,
Gruß Basti
Hallo Basti,
ja, die Blitzköpfe verfügen über Normalreflektoren, es gibt auch WW-Reflektoren, aber die nutze ich eher nicht.
Darüber hinaus ist es, wie im Artikel beschrieben, möglich, gängige Softboxen oder andere Lichtformer anzuschließen. Ich nutze Photoflex-Boxen, 2 Striplights, ein kleines und ein großes, das mir für gute Dienste leistet. Die Softboxen werden über ein Adapterstück an die Blitzköpfe adaptiert ( http://www.foto-mueller.at/shop/pd-1809887956.html?defaultVariants={EOL}&categoryId=154 ).
Schirme können selbstverständlich immer genutzt werden, da die Lumies ja mit Schirmneigern betrieben werden müssen und da immer die entsprechende Haltevorrichtung für Schirme dabei ist.
VG
Christian
www.christianahrens.de
Tag Leute!
Ich bin selber auf der Suche nach einem geeignetem Blitzsystem für mich. Eigentlich wollte ich erstmal mit 2/3 Sunpak 120j’s TTL anfangen, weil diese Barebulbs auch mit internen Akkus funktionieren, aber das System ist leider nicht so flexibel wie das Lumie.
Leider bleiben dennoch einige Fragen offen, was das Lumie System angeht. Ich würde gerne 2x HEBC Blitzköpfe mit 2x kleinen Akkus anschaffen. Ich verstehe dennoch nicht ganz, wie sich z.b. die Leistung der Blitzköpfe regeln lässt? Gibt es dafür einen Schalter? Was auch noch interessant wäre: gibt es einen Möglichkeit die Blitzköpfe auch z.B. mit einem RC-Akkupack zu benutzen (so eine Art Modifikation)? Was hat es eigentlich mit dem TTL auf sich, wie könnte man TTL bei diesen Blitzköpfen nutzen?
Ich wünsche euch allen ncoh’n schönen Abend.
Greets, Nikita.
Hallo Nikita,
die Leistung der Blitzköpfe wird an den Generatoren eingestellt. Du brauchst ja nicht nur Blitzköpfe und Akkus, sondern auch die Generatoren, die die Hochspannung erzeugen und an denen sich die Leistung einstellen lässt. Je nach Modell über 3 oder 7 Blendenstufen (bei letzterem sogar mit Zwischenwerten). Auch wenn leider viel teurer, empfehle ich bei den Generatoren z.B. das Modell P4LX, da sich hier die Werte sehr genau einstellen lassen. Damit ist wunderbar subtiles Arbeiten möglich.
Zu Deinem RC-Akkupack kann ich Dir nichts sagen, aber ich nehme nicht an, dass es Akkus von anderen herstellern gibt, die an das System passen. Und zu TTL: da bin ich auch überfragt, ich glaube, hier wird irgendein Metz-Standard bedient. Am besten frage mal bei Gregor Schäfer, dem deutschen Lumedyne-Importeur nach, der wird Dir mehr dazu sagen können: www.lumedyne.eu
VG
Christian
Hey Christian,
danke für die Antwort. Leider fällt das System für mich flach, da Generatoren benötigt werden und diese mich dann in meinem Mobilität einschränken würden.
Ich werde dann wohl nach einpaar 120j’s Ausschau halten und bei Gelgenheit auch ein Norman-Akkupack dazunehmen.
Danke, dass Du dir die Zeit für eine Antwort genommen hast.
Schönen Abend noch, Greets, Nikita.
Übrigens: Supergute Page!