Test: LG Monitor Flatron IPS225V IPS235V als kostengünstiger Grafikmonitor?


Die beiden LG-Monitore IPS225V (22 Zoll) und IPS235V (23 Zoll) werden vom Hersteller als farbverbindlich und für die Bildbearbeitung geeignet beworben. Teilweise fällt sogar das Wort „Grafikmonitor“. Das ist sehr erstaunlich, kosten die beiden Monitore doch nur 159 Euro bzw. 179 Euro (Listenpreis).

Üblicherweise kosten Grafikmonitore 1.000 Euro und mehr, bilden zu einem großen Prozentsatz den AdobeRGB Farbraum ab und sind hardwarekalibrierbar. Mit der Hilfe solcher Monitore gelingt eine farbverbindliche Bildbearbeitung und Druckvorbereitung.

Übliche Consumer-Monitore sind oft farbstichig (meistens in Richtung blau). Das ist von den Herstellern wahrscheinlich bewusst so gesteuert, da ein leichter Blaustich brillianter wirkt. Problematisch wird das vor allem, wenn Abzüge oder Drucke anschließend eine ganz andere Farbe aufweisen als man vorher auf dem Monitor gesehen hat. Und diese Consumer-Monitoren können nur einen Bruchteil des AdobeRGB Farbraums darstellen, was dazu führt, dass in der späteren Ausbelichtung oder im Druck Dinge zu sehen sind, die auf dem Monitor gar nicht dargestellt wurden.

Die LG Monitore IPS225V und IPS235V wollen das besser machen. In der Werbung wird versprochen, dass sie die Farben so anzeigen, wie sie tatsächlich sind und wie sie auch später in der Ausbelichtung erscheinen.

Nach dem ersten Anschließen des Testgeräts war ich ziemlich beeindruckt. Er zeigte ein klares, brilliantes und scharfes Bild. Und farbrichtig schien es auch zu sein. Wahnsinn. Der Hersteller hatte sogar das Testprotokoll einer Werkskalibrierung beigelegt. Das ist in dieser Preisklasse eher unüblich. Und wo ist jetzt der Haken?

Eine Messung mit dem i1 eye-one Display ergab, dass eine weitere Kalibrierung überhaupt keine Auswirkung hat (schön zu sehen an der Gerade in unteren Bild links). Das heisst, wer diesen Monitor kauft, muss nicht unbedingt eine eigene Kalibrierung durchführen.

Allerdings hat die Messung auch ergeben, dass der Farbraum AdobeRGB nicht erreicht wird. Aber der Farbraum sRGB wird immerhin zu ca. 100% abgedeckt. Und das ist für den Amateurfotografen ein sehr gutes Ergebnis.

Allen Fotografen empfehle ich, die werksseitig sehr hohen Werte für Brillianz und Kontrast ein wenig zu reduzieren, um ein natürlicheres Bild zu erhalten, das eher dem späteren Druckergebnis entspricht.

Vorteile:

  • IPS-Panel
  • Werksseitig kalibriert
  • Ca. 100% sRGB Farbraum
  • Günstiger Preis

Nachteile

  • Nicht höhenverstellbar und nicht in das Hochformat drehbar
  • Klavierlack-Fuß
  • AdobeRGB Farbraum nur zum Teil abgedeckt

Mein Fazit: Ein Monitor mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis, der bei Fotografen sicher für Aufsehen sorgen wird, auch wenn er das Prädikat „Grafikmonitor“ nicht ganz verdient.

Weitere Informationen bei Amazon (22 Zoll Version, 23 Zoll Version)

Ich arbeite als Porträt- und Unternehmens-Fotograf und führe ein Fotostudio in Heidelberg. Außerdem biete ich Coachings und Trainings zu den Themen Fotografen-Marketing und Photobusiness an. Mehr

47 comments

  1. ReplyMSchwiegk

    „Teilweise fällt sogar das Wort “Grafikmonitor”. Das ist sehr erstaunlich….“

    Find ich nicht erstaunlich – heutzutage nennt sich doch auch jeder Grafiker, obwohl er es im Grunde gar nicht sein kann…;-) (Oder Retuscheur oder Fotograf oderoder)

    Und zum Monitor:
    „Werkseitig kalibriert“ ist auch ne schöne Angabe – meine Retuschen sind auch schon werksseitig perfekt und bedürfen keiner Korrektur! 😉

    Faustregel: Kein Monitor der nicht hardwarekalibrierbar ist, taugt zur Beurteilung der Farben. Nützt nix!

    Gruß
    marius

  2. ReplyGuido

    Grundsätzlich sitzt LG an der „Quelle“, denn viele hochwertige Monitore z.B. von EIZO verwenden auch Panel von LG. Bei fast 250 cd/m² hast Du aber keinen Grafikmonitor profiliert sondern eine Lampe 😉

    Wenn Du 2 Minuten hast, könntest Du behelfsweise noch die folgenden beiden Punkte testen:
    Inwieweit kann der Monitor bei sinnvoll eingestellter Helligkeit noch die kritischen Tonwerte separieren?
    http://www.fotocommunity-prints.de/fileadmin/daten/einser.jpg
    Ist die 1 auf beiden Seiten lesbar?

    Und wie streifig wird der Verlauf wiedergegeben?
    http://www.fotocommunity-prints.de/fileadmin/daten/balance.jpg


  3. Author
    ReplyMichael Kirchner

    Danke Euch.

    @ Marius: Aus Sicht eines professionellen Bildbearbeiters hast Du natürlich Recht, aber was soll derjenige machen, der nicht 1000 Euro oder mehr für ein solches Gerät ausgeben kann?

    @ Guido: Ich habe den Eizo Monitor Test, in dem ähnliche Charts enthalten sind, durchgeführt. Mit ziemlich gutem Ergebnis. Deine beiden Charts überprüfe ich morgen auch gerne noch einmal.

    Und wegen der „Lampe“: Ja, deswegen habe ich mittlerweile die „Strahlkraft“ ja auch zurück gefahren 😉

    Gruß Michael

  4. ReplyJens Westphal

    Ich bin echt gespannt! Da mein alter Monitor langsam aber deutlich an Leuchtkraft verliert, bin ich eh auf der Suche nach einem neuen Monitor. Da kommt mir und meinem Geldbeutel diese neue Serie von LG gerade recht… Danke für den Test!


  5. Author
    ReplyMichael Kirchner

    @ Guido: Ich habe jetzt mal die beiden Charts aufgerufen.
    Das zweite ist ohne jegliche Streifen.
    Das erste ist, verglichen mit meinem NEC Spectraview Grafikmonitor etwas schlechter. Die Einser sind zwar zu sehen, aber auf der schwarzen Seite ist die 1 nicht sehr deutlich.

    Gruß Michael

  6. ReplyGuido

    @Michael:
    Danke. Das klingt ja wirklich vielversprechend. Mal schauen ob der Monitor unter prad.de noch einmal detailliert getestet wird.

    Was ich allerdings suboptimal für die Bildbearbeitung finde, ist das 16:9-Seitenverhältnis. Das bedeutet in Lightroom effektiv eine ca. 30% kleinere Bildanzeige/-bearbeitungsfläche als bei 16:10 (1200 vs. 1080 Pixel in der Höhe).

  7. ReplyNils Liebherr

    Danke für den schönen Test!
    Das klingt doch anch seinem sehr guten Kompromiss zwischen „günstig“ und „brauchbar“.
    Guidio hat zwar Recht, 16:10 wäre schöner als 16:9, werde den Monitor aber trotzdem mal im Hinterkopf für eine Neuanschaffung behalten!

  8. ReplyPSI

    Was definitiv ein Nachteil ist, das diese Monitore nicht ins Hochformat drehbar sind.
    Ich habe zwei 24″ von Hyundai (W241D) im Einsatz. Den einen im Hochformat, den anderen Quer. Das Wort „Portrait“ bekommt beim Hochformat einen ganz andern „Guck“ :))).
    Und mit 2en macht Lightroom mal richtig Spass 🙂

  9. ReplyBenjamin Noss

    Den Ansatz finde ich sehr gut: Hochwertiges Panel durch Verzicht auf alle Zusatzfeatures zum unschlagbaren Preis. Hatte mir Anfang letztes Jahr einen 22″ fullHD-TFT mit TN-Panel als günstigen, kompakten HDMI-Videokontrollmonitor genommen – Trotz damals knapp 200 EUR & gut bewertetem Markengerät bleibe ich unzufrieden (Blickwinkelabhängigkeit, nicht kompletter sRGB-Farbraum, unkorrigierbarer Blaustich, Trägheit bei Eingangssignalwechseln).
    Hätte es den LG da schon gegeben, wäre er als 23″er meine Wahl gewesen.

    Ansonsten geht das Konzept für mich leider nicht auf, da der für mich interessante Monitorbereich sich zwischen 24″ & 27″ Dual bewegt. Z.Zt. kommen hier noch IPS-Monitore von Dell zum Einsatz (5 Eingänge, Pivot-, Höhen- & Neigungseinstellung, USB-Hub, Kartenleser). Da mittlerweile die analogen Videosignale wegfallen und ich mir für die Höhe am Arbeitsplatz auch einen entsprechenden Sockel bauen (lassen) kann, zählen jetzt eben die Merkmale des LG-Ansatzes… wenn sie denn hochwertig umgesetzt sind (IPS, sRGB 100% (habe auch schon Werte wie ‚104%‘ gelesen), saubere 50Hz-HDMI-Verarbeitung!!, schnelle Eingangssignalwechsel, Wirtschaftlichkeit).

    Also LG: Bitte 1x nachlegen 😉

  10. ReplyLutz

    @PSI

    Wenn du die Drehbarkeit ins Hochformat unbedingt brauchst, probier doch mal den LG IPS231P (höhenverstellbar & Pivot Funktion). Für den wird zwar nicht mit der Werkskalibrierung geworben, aber er sollte das gleiche IPS Panel eingebaut haben (die Werte sind zumindest alle gleich) und kostet auch nur um die 190€. Nebenbei hat dieser auch Boxen eingebaut. Allerdings fehlt im Gegensatz zum 235 die HDMI Schnittstelle. Nur DVI-D und VGA.

    http://www.lg.com/de/it-produkte/monitore/LG-IPS231P.jsp#

    Ansonsten gibt es noch den im etwas fragwürdigem Klavierlack Fernsehdesign gehaltenen IPS236:
    http://www.lg.com/de/it-produkte/monitore/LG-IPS236V.jsp

  11. ReplyLutz

    Ach ja, ganz nett am neuen IPS235V ist auch noch der eingebaute DVI-I AUSgang. An diesen kann ein 2. Monitor angeschlossen werden. Der (erste) IPS235V wird ja per DVI-D („Dual“) an den Computer angeschlossen. Dieses Kabel kann 2 DVI Datenströme übertragen…

    Interessant wäre das wohl vor allem für die Nutzung zweier externer Monitore am Notebook, die man so mit einem einzigen Kabel anschließen kann…

  12. ReplyPSI

    @Lutz: Danke für den Tipp, aber aktuell hab ich ja 2 „gute“ Hyundai (W241D) mit PIVOT in use.
    Mein Hausvorstand hätte bestimmt was dagegen wenn ich mir einen dritten oder vierten 24″ hinstelle 🙂 ausserdem wäre dann mein Schreibtisch lansam zu klein :)))

    Aber ich denke die Info ist für alle die sich mit der Anschaffung eines „fotofähigen“ TFT beschäftigen in jedemfall interessant.

    Weiterhine eine gute Seite zwecks Monitor auswahl ist auch :

    http://www.prad.de/

    Hat z.B. Kategorien für:

    Monitor für Spieler: 19 Zoll | 20 und 21 Zoll | 22 Zoll | 23 und 24 Zoll | 26 Zoll und größer
    Monitor für Grafiker: 19 und 20 Zoll | 21 bis 23 Zoll | 24 Zoll und größer
    Monitor für preisbewusste Anwender:……

    Gruß
    Patrik

  13. ReplyPSI

    Kleiner Nachschlag:

    ich persönlich halte Monitore mit einer Bildschirm Auflösung: 1920×1080 Pixel für eher unglücklich und würde immer die hohe Auflösung mit 1920×1200 kaufen! (Die aktuelle Menge der 1920×1080 Monitore erinnert so ein bisschen an den Tod des Video 2000, „das besser System“, das zugunsten von VHS(Masse statt Klasse!) platt gemacht wurde!)

    Ich spekuliere sogar auf einen Monitor mit einer Auflösung: 2560×1400, (Dell +
    fujitsu p27t), aber die liegen im Moment bei mehr als 500Euro. Was mein Hausvorstand dazu sagen würde, erspar ich euch lieber :))).

    P.

  14. ReplyBenjamin Noss

    ^^ @PSI: Bzgl. der Auflösung stimme ich Dir 100% zu! Wenn man 1920×1200 gewohnt ist, ‚fühlt‘ man die Beschneidung beim Arbeiten massiv. Weiß nur nicht, ob das Gefühl mit 2560×1400 nicht das selbe in ‚groß‘ sein wird (30″ 16:10 normal 2560×1600)…

    30″ bringt mit der Mouse schon nette Wege mit sich (WacomPen ist hier natürlich angenehmer 😉 ), aber unter 1920x1200px & 24″ würde ich für einen Arbeitsmonitor definitiv nicht mehr wollen.

  15. ReplyLutz

    @Sandra:
    Zumindest im Aussehen. Der 236V sieht eher wie ein TV aus. Ansonsten wird beim 236V auch nicht mit Werkskalibrierung geworben. Er ist also für eine andere Zielgruppe.

    Ausführlichen Tests des 236 und des 231 findest du übrigens hier: http://www.prad.de/new/monitore/testberichte.html

    Wenn auch nicht bei Amazon, ist der 235V durchaus lieferbar. Ich habe meinen letzten Samstag bei folgendem Anbieter, der ihn im Moment auch vorrätig hat bestellt und per Sofortüberweisung bezahlt. Am Dienstag morgen kam er auch schon per GLS.

    Er kostet im Moment 171,60€ + 7,50€ Versand. Vor einer Woche habe ich noch gut 5 € weniger bezahlt.
    (Link zu einem Online-Shop, der in Bewertungsportalen unterschiedliche Bewertungen hat, vom Admin gelöscht)

  16. ReplyLutz

    @Ralf: Der spielt aber in einer ganz anderen Preiskategorie! Ich denke nicht dass jemand der sich überlegt um die 180€ für einen Monitor auszugeben mal schnell auf einen 580€ Monitor umschwenkt… ;-D

  17. Pingback: Test: LG Monitor IPS235V für Fotografen

  18. Pingback: LG Flatron IPS235: Kurztest des günstigen Grafikmonitors - FotoHardware - Fotografie Blog - picspack.de

  19. ReplyRobert

    @Michael: Ich hab den Monitor jetzt auch – heute von amazon gekommen 🙂
    Mich würde nur interessieren wie hattest du den eingestellt? Ich hab ein wenig rumgewerkelt, so dass ich meine, dass es passt, aber … ?

    lg Robert


  20. Author
    ReplyMichael Kirchner

    @ Robert: Ich habe Kontrast und Helligkeit herunter geregelt. Wie viel, kann ich Dir allerdings nicht sagen. Ich habe mich an meinem NEC-Grafikmonitor orientiert, der daneben stand.

    Gruß Michael

  21. ReplyJones

    Hallo,
    kann mir jemand sagen, ob die LED-BLs bei niedrigerer Helligkeit flackern? Hatte das Problem bei meinem alten LED-BL-Monitor – da sah man bei runtergeregelter Helligkeit ein ganz leichtes Flackern (bei 100% Helligkeit natürlich nicht, da bei 100% keine PWM nötig ist – aber 100% ist keine Lampe, sondern ein Durchleuchztungsapparat, da sieht man ja die Knochen in der Hand… 🙂


  22. Author
    ReplyMichael Kirchner

    @ Jones: ein ganz leichtes Flackern hatte ich bei Anschluss über D-Sub über meinen Laptop.
    Bei Anschluss über DVI am PC und auch über D-Sub am PC war alles in Ordnung.

    Gruß Michael

  23. ReplyJones

    @Michael: Vielen dank für die Antwort. Das klingt ja eher nach einem GK-Problem beim Laptop, dafür kann der Monitor höchstwahrscheinlich nichts (an meinem Laptop läuft gar kein Full-HD-Monitor, obwohl die GK es laut Spezifikationen eigtl. schaffen sollte…) Bei meinem alten (zur Zeit benutzten) ist da eindeutig das LED-BL verantwortlich, bei niedriger Helligkeit (also niedriger Pulsbreite) macht sich da wohl die niedrige Frequenz der LEDs bemerkbar.

  24. ReplyLutz

    @Jones: Mit dem blossen Auge war mir beim Betrieb am Macbook über DVI kein Flackern aufgefallen. Ich habe das vorhin mal mit der Kamera ausprobiert. Mit einem interessanten Ergebnis: LG scheint die Helligkeit über PWM zu regeln und damit tatsächlich ein Flackern zu erzeugen. Wärend der eigene LED Monitor das Macbooks beim Dimmen völlig frei von flackern bleibt.

    Ich habe meinen Test zu Youtube hochgeladen:
    http://www.youtube.com/watch?v=aGqSMp6BfzA&feature=feedu

    Nachdem ich das Flackern nun erst einmal festgestellt habe, nehme ich es auch ganz leicht mit dem bloßen Auge war. Allerdings kaum merklich…

    Gruß
    Lutz

  25. ReplyJones

    @Lutz: Also jetzt bin ich verwirrt – ich wußte nicht, daß man die Helligkeit ohne Einsatz von PWM regeln kann. Ich bin davon ausgegangen, daß eine Senkung der (Grund-)Betriebsspannung an den LEDs alleine nicht ausreicht, ähnlich wie bei CCFTs, bei denen ja auch PWM eingesetzt wird. (Aufgrund der extrem hohen Frequenzen kann man CCFTs natürlich problemlos abfilmen.)
    Gerade die frühen Macbooks mit LED-BL hatten da offenbar ein massives Problem – das legen jedenfalls vereinzelte Berichte im Internet nahe. Vielleicht hat Apple sich deshalb bei den neuen modellen besonders ins Zeug gelegt?
    Ich hatte noch nie einen LED-BL auf Film gesehen, der bei unter 100& nicht geflackert hätte (sieht man sogar auf den Werbevideos) – der einzige Weg, das zu vermeiden, schien mir immer, die Frequenzen anzupassen, so wie man das früher mit den Röhrengeräten ja auch machen musste, sofern die Kamera das überhaupt konnte.
    Ich hatte den LG eigentlich fest auf der Einkaufsliste, bei dem Preis für ein S-IPS-Panel — aber wenn du sagst, du merkst es jetzt sogar mit bloßem Auge, muß ich da noch mal nachdenken (ob man ihn abfilmen kann, ist mir egal, aber ein sichtbares oder auch nur ahnbares Flackern ist für mich ein KO-Kriterium…)
    Grüße, Jones

  26. ReplyJones

    Nachtrag: Ich vermute, daß auch der Apple mit PWM arbeitet, daß aber die (normalerweise konstante) Frequenz der BLs sich zufällig mit der Bildfrequenz der Kamera verträgt. Wenn man die Kamerafrequenz synchronisierte, konnte man ja sogar alte Röhrenmonitore ohne Flacker- und Laufeffekte abfilmen – ich denke mal, daß hier eine zufällige Synchronisierung vorliegt (ist wie gesagt nur eine Vermutung, scheint mir aber plausibel).
    Gruß, Jones

  27. ReplyJones

    Und ich noch mal… man könnte das prüfen, indem man die Kamera mal von 50Hz auf 60 Hz (oder umgekehrt) schaltet – in einem der beiden Modi müßten dann Laufeffekte auftreten, sofern der Apple PWM verwendet (würde mich persönlich sehr interessieren)
    Gruß, Jones

  28. ReplyLutz

    @Jones:

    Da es mich selbst überrascht hat, hatte ich etliche Tests unternommen. Ich habe mit Bildraten von 24, 25, 50 FPS aufgenommen. Und später auch nochmal von PAL zu NTFS umgeschaltet, so dass auch mit 30 und 60 FPS gefillmt werden konnte. Beim LG waren die im Video sichtbaren Steifen je nach Einstellung sehr unterschiedlich. z.B. 24 und 25FPS unterschieden sich stark.
    Das Macbook produzierte bei ALL diesen MODI keinerlei Steifen im Video. Ich würde hier also nicht von einer Syncronität ausgehen, sondern davon, dass tatsächlich nichts flackert. Inzwischen habe ich auch nochmal das Vorgänger Modell, meinen 13″ Macbook aus Mitte 2010 getestet. Auch bei diesem ist keine Streifenbildung bei Dimmung erkennbar.

    Den Unterschied zwischen Syncronität und und tatsächlich keinem flackern konnte ich übrigens sehr gut an LED E27 Leuchtmitteln herausfinden. 2 meiner Leuchtmittel, von ALDI und Philips, setzen auf PWM. Bei diesem ist bei Belichtungszeiten von 1/50 Sekunde und 1/100 Sek. kein Flackern zu sehen. Bei anderen Zeiten, gibt es eine Streifenbildung. Hingegen scheinen u.a. meine LED Leuchtmittel von Lidl ohne PWM auszukommen. Bei diesen war auch bei allen anderen Belichtungszeiten keine Streifenbildung erkennbar.

    Ich bin kein E-Technik Experte. Mit LEDs experimentiert habe ich aber durchaus schon häufiger. Nimmt man z.B. eine Highpower LED und schießt sie mit den spezifizierten Werten an ein Labornetzgerät, an dem man sowohl die Spannung als auch den Strom begrenzen kann an, und regelt dort dann den Strom herunter, wird die LED gedimmt (die Spannung sinkt dabei ebenfalls). Man kann das hier in einem Video gut sehen: http://www.youtube.com/watch?v=XOszrRRy__Y Hier flackert das Licht beim Dimmen auch nicht. Hingegen kann man das Flackern der Segmentanzeige am Netzteil wunderbar sehen. Warum (und ob überhaupt) diese Art des dimmens üblicher Weise bei LEDs nicht eingesetzt wird kann ich nicht einschätzen. Vielleicht hat es ja Auswirkungen auf die Lebensdauer. Allerdings werden schwächer betriebene LEDs weniger heiß. Damit sollte sich die Lebenszeit eher verlängern als verkürzen…

    Abschrecken vom Kauf des Monitors wollte ich dich auf jeden Fall nicht! Das Flackern wird vom Auge max. noch unterschwellig wahrgenommen. Ich bin bisher recht zufrieden mit meinem Monitor. Die Abstufung heller Grau Töne ist wunderbar. Lediglich beim tiefen Schwarz könnten die Trennung besser sein. Aber man muss eben auch keine 1000€ dafür ausgeben. Und von der Hintergrundbeleuchtung mal abgesehen ist das Bild auf dem LG um Längen besser als auf dem Macbook eigenen Monitor.

  29. ReplyJones

    @Lutz: Vielen Dank, jetzt sehe ich klarer, Warum in aller Regel Pulsweitenmodulation eingesetzt wird, weiß ich auch nicht genau – ich vermute mal, es hat damit zu tun, daß PWM einfacher und ohne Wärmeverluste an analogen Reglern zu realisieren ist – die Helligkeit von LEDS nimmt ja, glaube ich, nicht linear mit der Spannung ab, und gerade bei vielen LEDs könnte es deshalb schwierig (bzw. aufwendig) sein, den Dimmeffekt zu kontrollieren. PWM ist digital: an oder aus, das ist einfach, da braucht man nichts Regelbares, vielleicht kann man die LEDS auch einfach in Reihe schalten, keine Ahnung. Angeblich werden bei PWM auch „Spannungsglätter“ eingesetzt, die den Stroboskopeffekt abmildern – aber eine Kamera kann man damit natürlich nicht täuschen…
    Mir ist das deshalb so wichtig, weil ich bei Monitoren, die auch nur ganz leicht, kaum wahrnehmbar, flackern, unglaublich schnell müde werde. Jeder reagiert da anders, und ich bin da offenbar extrem empfindlich…
    Vielen Dank noch mal für die Tests, wieder was gelernt! 🙂

  30. ReplyJones

    Nachtrag, danach gebe ich aber wirklich Ruhe: Das mit der Reihenschaltung ist natürlich Schwachsinn, ich sollte nachts um 2 Uhr nichts mehr schreiben. Es ist wohl einfach so: LEDs brauchen eine Mindestspannung. Nähert sich die angelegte Spannung nun dieser Mindestspannung (durch das Dimmen), dann sind Stromfluß und damit die Helligkeit nicht mehr linear. Wenn ich nun viele LEDs habe, wie in einem Monitor, dann beginnen sich diese LEDs unterschiedlich zu verhalten, wenn sich die Spannung der Untergrenze nähert – sprich, die Helligkeit variiert von LED zu LED, was natürlich sehr unerwünscht ist (Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung). Deshalb ist es nicht so einfach, die vielen LED-BLs über Spannungsmodulation zu dimmen, und deshalb verwenden die Hersteller PWM – die ist einfach zu realisieren, und dabei liegt an allen LEDs stets die volle Spannung an, womit alle stets gleich hell leuchten. So könnte es sein…

  31. ReplyOndra

    Habe den IPS235V auch gekauft, aber dann lieber zuruckgeschickt. Konnte kein Flackern feststellen, aber leider grose Kopf- und Augenschmerzen erlebt 🙁 Das Bild war schoen, aber nicht so gemutlich fur die Augen wie die alte S-IPS technologie mit spurbarem Krisalleffekt (ich benutze NEC 2070NX). Bei Grafik-Bearbeitung haben meine Augen geleidet und waren nicht im „Ruhe“ (ich weiss nicht warum). Das kann aber subjektiv sein. Sonst sind die Farben perfect – besonders die Graustufendarstellung und Gamma. Leider ist das gemeinsame Bild mit kleinerem Farbraum begranzt (nur cca 94% sRGB). Besonders spurbar is das in der wiedergabe der blauen Farbe zB. Azzurro-Himmel sehe ich ein bischen mit Violettem farbstich.). Hier war die originelle 8-bit S-IPS besser und stellt mehrere farbtone in meinen Photos dar (die photos sehen mit LG ein Bischen „flach“ und haben mehr „Pixel-Gerausch“. Sehr gespart hat sich an den USB ports (keine vorhanden) und dem Standfuss – sehr wackelig. Alles in einem, ein sehr gutes Teil fur das Geld. Fur die Heimbearbeitung des Photos OK, aber fur seriose Grafikbearbeitung ist das nicht zur empfehlen.

  32. Replylelo

    @Ondra:
    „…Bei Grafik-Bearbeitung haben meine Augen geleidet und waren nicht im “Ruhe” (ich weiss nicht warum…)“

    Genau das löst eben eine flimmernde Hintergrundbeleuchtung aus.
    Man sieht das Flimmern nicht direkt – aber die Augen stört es trotzdem!
    Beim Lesen von Texten ist es noch anstrengender.

  33. ReplyJones

    Also das ist jetzt der 4 oder 5 Monitor mit LED-BL über den ich sowas höre – ich selbst hatte mal einen Samsung, bei dem hatte ich nach 15 min schon brennende Augen (zurückgeschickt) – was, bitte, lässt man den da auf die Menschheit los? Ich habe mich jetzt für einen mit CCFTs entscheiden – und habe endlich wieder mein gewohnt ruhiges Bild, mit dem ich stundenlang arbeiten kann. Wenn sich LED-Bl und PWM nicht vertragen, dann muss man es eben anders lösen (geht ja, wie der Apple zeigt!)

  34. Replyphotoesk

    Mein Kompliment,

    schöne Schreibe und kein Platzhirsch-Syndrom.

    Mit dem Blick auf Profis, ohne viel Penunse in der Tasche; das ist nämlich das typische Gockelverhalten von Pseudo-Kreativen,

    Chapaeu mein Lieber

    photoesk

  35. ReplyMax Mustermann

    Guten Tag,

    es gibt den besagten LG IPS235V auch in der Variante LG IPS235P.
    Die P Variante besitzt einen matten Standfuß der höhenverstellbar ist mit zusätzlicher Pivotfunktion. Ansonsten ist der Monitor baugleich mit dem -V Modell.

    Der Standfuß ist im Verhältnis zum Eizo ev2333 relativ wackelig, aber trotzdem gut mit einer Hand nutzbar, was man von den aktuellen Dell U2312/U2412 Modellen nicht behaupten kann.

    LG

  36. ReplyLutz

    @MM: Wenn ich mich richtig erinnere sind die Unterschiede vielfältiger. Das P Modell hatte andere Anschlüsse und wirbt auch nicht mit einer Werkskalibrierung. Ansonsten hätte ich auch eher diese Version mit dem nützlichen Standfuß genommen…

  37. ReplyPeter

    Habe mir den Monitor gerade gekauft und bin von der Qualität angenehm überrascht. Nur kann ich jetzt an meinem mac Pro keinen zweitmonitor mehr betreiben. Wenn ich den neuen LG und meinen alten Samsung (den ich schon vorher als Zweitmonitor benutzt habe) parallel betreiben möchte, erscheint auf dem LG nur ein Bildschirmschoner und sonst nichts. Ich konnte das vorher mit meinen beiden Samsungs ohne Probleme machen. Hat irgendjemand eine Idee, was da falsch läuft. Der Telefon support bei LG konnte mir auch nicht weiterhelfen. Crazy. Bin für jeden Hinweis dankbar, da ich Lightroom eben gerne mit 2 Monitoren nutze.

  38. ReplyPeter

    Problem gelöst – habe folgendes übersehen – mit dem mac kann man in den Sytemeinstellungen unter Monitore, nicht nur die beiden Monitore verschieben, sondern auch den klitzekleinen, weissen Balken über dem Monitor vertauschen. Dieser weisse Balken „sagt“ dem System auf welchem Monitor der Schreibtisch dargestellt wird. That`s it.

  39. ReplyKai

    Hi! Ein weiterer Test, der mich als Hobbyknipser, ohne großes Budget, bestärkt, diesen Monitor bei meiner Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Mittlerweile gibt es dieses Modell http://goo.gl/JfbLa , dessen Standfuss wohl etwas stabiler sein soll. Zu lesen ist unter anderem aber auch, dass die Anschlüsse an der Rückseite des Displays ziemlich wackelig verbaut sein sollen. Kann das hier jemand bestätigen? Sonst steht für mich noch der Dell Ultra Sharp u2312hm zur Debatte, der preislich in etwa genauso liegt. Auch hier mal die Frage, ob vielleicht jemand weiss, ob der Dell, ebenso wie der LG ohne zusätzliche Kallibrierung auskommt? Würde mich sehr über hilfreiche Infos freuen ! LG und danke für den Test!

  40. ReplySener

    Hi,

    Ich hatte mir damals den lg ips 235, es ist fast 2 jahre (glaube ich) her.
    Also mein Eindruck ist immernoch sehr Positiv das einzige Manko waren damals die Standfüße, habe mir aber damals schon eine Monitor tischhalterung gekauft, damit kann ich hoch runter um 360 grad drehen zudem neigen wie ich es möchte.

    Zitat: Preis leistung war es das beste was ich gekauft habe damals, die fraben ist immernoch sehr gut.

    lg

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