Astrofotografie: Wer möchte mitmachen?



Roland Störmer hat erst im Jahre 2008 mit der Astrofotografie begonnen und legt bereits jetzt im mitp-Verlag ein sehr umfangreiches Buch zu diesem Thema vor. Das ist auf der einen Seite erstaunlich, auf der anderen Seite aber auch ein Anreiz für andere Fotografen, die es ihm gleich machen möchten. Man kann sich also innerhalb weniger Jahre zu einem Fachmann auf diesem Gebiet entwickeln.

Und so ist das Buch auch für den Einsteiger sehr gut verständlich und es beschreibt Equipment, das man sich auch als Hobbyfotograf leisten kann, wenn man tiefer in das Thema “Astrofotografie” einsteigen möchte.

Die Bildbeispiele, die Roland Störmer liefert, sind teilweise ziemlich beeindruckend. Dass man mit relativ einfacher Ausrüstung von der Erde aus ein Foto von der ISS machen kann, bei dem sogar zu sehen ist, ob ein Space Shuttle gerade angedockt ist, hätte ich nicht gedacht. Und auch die Fotos von sehr weit entfernten Galaxien sind sehr schön anzusehen. Man braucht also kein Weltraumteleskop Hubble, um in weit entfernte Welten vorzustoßen.

Weitere Themen des Buchs sind die Fotografie von Mondkratern, Sonneneruptionen, Planeten sowie von Kometen und Gewitterblitzen.

Mein Fazit: Die nachvollziehbaren Anleitungen und die sehenswerten Beispielaufnahmen dieses Buchs regen zur Nachahmung an.

Astrofotografie – Edition ProfiFoto
von Roland Störmer
1. Auflage 2011, Softcover
256 Seiten, Format 22,0 x 22,0
ISBN 978-3-8266-9120-1
€ 39,95

Weitere Informationen bei mitp sowie bei Amazon.


Einem meiner Leser möchte ich die Gelegenheit geben, die Anleitungen in diesem Buch auszuprobieren.
Daher mein Angebot: Schreibt in einem Kommentar, ob und welche Erfahrungen ihr bisher mit der Astrofotografie gemacht habt und was ihr gerne machen möchtet. Dann schicke ich einem der Kommentatoren das Buch kostenlos zu. In 3 bis 6 Monaten sollte ihr dann einen Erfahrungsbericht über eure Arbeiten schreiben. Entweder auf eurem eigenen Blog oder, wenn ihr keinen habt, gerne auch hier auf FOTOGRAFR.

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und freue mich auf eure Ergebnisse.






Kommentare

16 Kommentare zu “Astrofotografie: Wer möchte mitmachen?”
  1. Paddy sagt:

    Danke. Das muss ich unbedingt mal ausprobieren. Finde solche Bilder extrem faszinierend.

  2. Josi sagt:

    Hab neulich mal versucht, Gewitterblitze einzufangen, leider nur mit sehr mässigem Erfolg :-(
    Würde ich gerne wiederholen.

  3. Da ich x-mal erfolglos einen Vollmond fotografiert habe – mich das Thema aber doch schon interessiert – würde ich gern dabei mitmachen.

  4. Tyndal sagt:

    Schon viel gelesen, schon viel versucht, schon viel geflucht! Im Endeffekt blieb es bei Startrails oder weitwinkligen Übersichtsaufnahmen von der Milchstraße. Vorhandene Foren verunsichern meist mehr als sie helfen – endet meist mit Aussagen, dass käufliche Nachführungen bis 1.000 Euro nur “Schrott” sind und am Ende hat man dann Vorschläge für eine Nachführung im Wert von 3.000 Euro, dann fehlt nur noch ein Laptop + Webcam + Teleskop + Controller für die Korrektur der Nachführung (AutoGuiding), eine astromodifizierte Kamera oder gleich eine spezielle CCD-Kamera und am Ende müsste man nach Meinung der alteingesessenen Astronomen MINDESTENS 15.000 Euro in die Hand nehmen, um mal mit 200mm Brennweite Andromeda zu fotografieren… dazu aber bitte mit dieser 50kg wiegenden Ausrüstung nach Namibia, Australien oder für den Wochenendtrip zumindest auf die Kanaren fliegen. Dem gegenüber stehen die Puristen, die mit Holzabfällen und etwas Altmetall Nachführungen selber bauen und dies für den heiligen Gral halten. So einen funktionierenden, bezahlbaren, nachvollziehbaren Mittelweg findet man selten… extreme Entfernungen zu den Fotomotiven scheinen extreme Ansichten mit sich zu bringen.
    Sehr spannendes Thema – aber den Zeitaufwand sollte man niemals unterschätzen… die sternenklarsten Nächte sind doch immer dann, wenn am nächsten Tag ein wichtiges Projekt auf Arbeit wartet und manchmal hilft dann auch kein Kaffee mehr, auch die Familie sollte kein Problem damit haben, dass ein Mitglied sich die Nächte unterm Sternenhimmel vertreibt, statt mit im kuscheligen Bettchen zu liegen ;)

  5. Uli sagt:

    Hi Michael,

    ich habe selbst bis dato einfach nur Langzeitbelichtungen des Sternenhimmels gemacht und teils mit Lichtmalerei versehen. Diese festzuhalten ist nicht so einfach wie man sich es auf den ersten Blick denkt, weshalb ich sehr gerne die Erfahrungen, die Hr. Störmer gemacht hat, bei mir einfließen lassen möchte. Deinen Ausführungen entnehme ich, dass das benötigte Equipment wohl bezahlbar wäre, was mir sehr entgegen kommen würde :) Eine Rezension auf meinem Blog wäre selbstverständlich.

    Viele Grüße,
    Uli

  6. Hallo,
    habe in dem Bereich meist “nur” bis zum Mond geschafft und Aufnahmen des Himmels. Hier auch schon für Bildagenturen im Bereich Presse. Ja ausprobieren wie man Aufnahmen macht die noch weiter gehen würde ich gerne. Wenn man den Himmel betrachtet sieht man so viel Unendlichkeit die sich einfach sicher lohnt einzufangen.
    Würde mich freuen hier mehr zu erleben und zu machen.
    Viele Grüße

  7. Christian sagt:

    Hm, ich lebe in Namibia und wir haben hier wirklich einen schoenen Sternenhimmel ohne “Lichtverschmutzung”. Richtige Astrofotografie habe ich aber noch nicht gemacht… Nur mitunter mal die Kamera auf das Stativ gestellt und dann einfach laaange belichtet (z.B. dieses hier: http://www.flickr.com/photos/36884828@N00/4733918483/). Ganz reizvoll waere das Thema schon. Mich wuerde interessieren, welche guenstigen (Selbstbau-?) Loesungen das Buch vorschlaegt.

    Viele Gruesse,
    Christian

  8. flodji sagt:

    Meine ersten Versuche den Mond abzulichten sind schon etwas länger her, waren aber auch eher ernüchternd.
    Ich habe dabei gelernt, dass man den Mond und die Sterne dunkler einschätzt als sie eigentlich sind.
    Für weitere Feldstudien in diesem Bereich der Fotografie wäre das obige Buch sicherlich sehr hilfreich.

    Gruß
    flodji

  9. Chris sagt:

    Ích habe bisher nur einige wenige Versuche gemacht, den Sternenhimmel abzulichten. Bisher war das nur Kamera aufs Stativ und dann belichten, ich würde gerne nochmal ein paar Alternativen ausprobieren.

    Gruss

    Christian

  10. andre sagt:

    Startrails habe ich schon analog gemacht. Darüber hinaus habe ich zwar Interesse, aber bisher keinen Zugang dazu gefunden. Das Büch könnte mir da sehr helfen

  11. Ralf Jannke sagt:

    Auch wenn ich ab sofort viel mehr Zeit hätte, und möglicherweise noch ein Umzug an die deutsch/dänische Grenze mit klarerem (?) Nachthimmel ansteht, wird dieses Spezialgebiet eher nicht mein Ding.

    Aber: ich lese so etwas zur Entspannung – von einem Praktiker !!! – 100x lieber, als mich mit irgendwelchen Fachidioten/Besserwissern/Klugscheissern in irgendwelchen Foren rumzuschlagen. Oder (digitale) Astrofotografie zu googlen und „wikipedia-en“ bis der Arzt kommt. Deshalb: Ausdrücklichen Dank für den Buchtip! Nach Blättern in den verfügbaren Vorschauseiten auf amazon. de habe ich das Buch bestellt. Auch um die Arbeit eines trotz anderem Fotogebiet positiv „Verrückten“ zu honorieren. Bisher liegt bei mir nur ein preiswertes Spektiv mitsamt T2-Kameraadapter rum. Ob das auch für den Sternenhimmel – wenigstens den Mond – taugt?

    Ralf

  12. Ich habe vergangene Woche eine Reportage über die Star Party der Astronomischen Vereinigung Saskakchewa, Kandada und die Dark Sky Preserves in Grasslands National Park und Cypress Hills Park gemacht.
    Mich hat dieser unglaubliche Sternenhimmel so beeindruckt, dass ich nun selber einmal die Astrofotografie ausprobieren möchte.

  13. Danke Euch sehr für das Interesse.
    Die Wahl fiel mir sehr schwer und ich habe mich letztendlich für Uli Wolf entschieden.
    Alle anderen kommen vielleicht bei einer nächsten Aktion zum Zuge.

    Gruß Michael

  14. Einige Aufnahmen von dem Mond habe ich schon gemacht. Lange her, damals mit der 10D, dem 70-200 und 2x-Konverter auf stativ. War gut, man durfte nur nicht zu lang belichten sonst hatte man Bewegungsunschärfe. Daher würde mich schon interessieren, wie man mit der eignen kleinen Hubble-Ausrüstung den Mann im Mond und die vielen Sterne ordentlich abfotografieren kann.

  15. Uli sagt:

    Hallo Michael,

    das Buch ist heute bei mir angekommen, vielen Dank! Hat mich sehr gefreut, da werde ich mich gleich mal drin vertiefen :) Review folgt!

    Viele Grüße,
    Uli

  16. Matthias sagt:

    Also außer hin und wieder den Mond hab ich mich da noch nicht groß versucht, außer mal vor Jahrzenten noch analoge Langzeitbelichtungen …
    Schade, dass die Verlosung schon vorbei ist. Hätte mich auch mal näher interessiert.

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