Auf Einladung von Panasonic in Hamburg
Von Michael Gelfert, Fashion-Fotograf
Blogger haben’s oft nicht leicht. Echt nicht. Wie „richtige“ Journalisten müssen sie ein Talent für’s Schreiben haben, Themen recherchieren, manchmal Geräte auf Herz und Nieren prüfen, viel Zeit in das Schreiben ihrer Artikel investieren und – bekommen dafür meist keinen Cent. Außerdem werden sie auch heute noch von anderen Medien und auch Firmen nicht so recht Ernst genommen.
Schön, wenn man dann als Blogger doch noch einmal eine andere Einstellung erfährt.
So empfand ich es auch als große Anerkennung und Ehre, dass Panasonic einen ganzen Haufen der führenden Foto-Blogger nach Hamburg eingeladen hatte (z.B. http://zimtstern.in/, http://www.lens-flare.de/blog/, http://www.jeriko.de/, http://kwerfeldein.de/, http://www.zoomyboy.com/ etc.).

Extrem wenig Licht: Bei 1/5s und ISO 1600 ist die Bildqualität der TZ22 nicht mehr exzellent, aber für eine Kompaktkamera erstaunlich brauchbar! (Bild aufgenommen mit einem Vorserienexemplar!)
Der Zweck: Den Schreiberlingen (und -innen), ganz ähnlich wie man es von „anderer Presse“ kennt, noch vor dem Erscheinen im Handel 2 Kameras live auf einem Event (einer spaßigen Stadtrundfahrt) vorzustellen.
Auch Fotografr.de war zu diesem Event geladen. Da Michael Kirchner leider verhindert war, bekam ich das Angebot, stellvertretend für ihn in Hamburg dabei zu sein.
Wie erwartet war ich als eingefleischter Technikfetischist und Studiophotograph ein ziemlicher Exot in der Runde, sollten doch 2 Kompaktkameras getestet werden.
Nicht so schlimm, denn ausdrücklich waren wir nicht für die Berichte danach, sondern für das Feedback zu den Kameras und zu Verbesserungsmöglichkeiten geladen worden. Sehr gespannt bin ich deshalb natürlich auch, welche und wie viele unserer Vorschläge dann auch in zukünftige Firmwares und Kameras einfliessen.
Die vorgestellten Kameras waren die TZ22 und die FT3. Erstere eine Superzoom-Kamera, letztere eine „die auch mal runterfallen kann“ (und bis 12 m wasserdicht ist).


Die beiden Fotos zeigen eindringlich den gewaltigen Zoom-Bereich der ziemlich handlichen TZ22.
Nach dem Durchschauen meiner Aufnahmen sind mir 2 Dinge völlig klar geworden:
- Sie beweisen eindringlich, dass ich keinen Meter als (Reportage- und Urlaubs)Photograph tauge. Auf den anderen Blogs seht ihr eindrucksvoll, wie man es richtig macht.
- Die Bedienung der Kompaktkameras ist, außerhalb der Vollautomatiken, mit den umfangreichen, teils unübersichtlichen Menüs und den kleinen Knöpfen einfach noch zu umständlich für mich. Ich habe eine Menge Zeit in den Menüs zugebracht, mit der 3D-Funktion gespielt, aber kaum Fotos mit den Kameras gemacht. Da kann man noch nachbessern.
Es gab aber auch Dinge, die mir sehr positiv aufgefallen sind.
Die gefühlt vollkommen fehlende Auslöseverzögerung der TZ22 zum Beispiel. Bisher empfand ich die bei noch jeder Kompaktkamera als zu lang. Eben so lang, dass der Augenblick, den man festhalten wollte, meist schon vorbei war, wenn das Foto endlich „im Kasten“ landete. Bei dieser Kamera aber konnte ich kaum glauben, wie schnell genau das Bild auf der Karte war, das man haben wollte. Andere erzählten mir sogar, sie hätten am Anfang nachsehen müssen, ob die Bilder tatsächlich schon gespeichert wären.
Sehr gut gefallen hat mir auch der Videomodus (beide Kameras bieten FullHD-Auflösung). Mit dem eingebauten Bildstabilisator, dem während des Filmens sehr sanften Zoomen und dem guten Ton kann so eine Kamera meiner Meinung nach den ein oder anderen einfachen Familiencamcorder ersetzen (bei besserer Auflösung).
Geladen aber waren wir, wie schon erwähnt, nicht für ein Review sondern für unser Feedback. Und das hat Panasonic auch bekommen. Wir bekamen dafür eine sehr gelungene Veranstaltung, mit sehr netten Leuten auf beiden „Seiten“, die erfreuliche Erkenntnis, dass eine große Firma auch die Meinung von uns (deutschen) Bloggern wertschätzt und eine abwechslungsreiche und kurzweilige Samstagsunterhaltung.
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