Yongnuo YN-560: Kurzer Praxistest

Als ich vor einigen Tagen den Blitz Yongnuo YN-560 vorgestellt habe, kam die Frage auf, wie es mit der Qualität dieses Blitzes bestellt ist. Ein Blitz, der relativ günstig ist, muss doch auch Nachteile haben. Diese Denkweise ist sicher nicht ganz unberechtigt. Einen Grund für den niedrigen Preis hatte ich ja bereit genannt: Der Verzicht auf sämtliche Arten der Blitzbelichtungsmessung.

Aber auch, wenn man auf TTL verzichtet, erwartet der Fotograf von einem Blitz beispielsweise eine stabile Farbtemperatur und eine kontinuierliche Abgabe der Leuchtleistung.

Einige der Fragen, die von den Kommentatoren im ersten Artikel über den Yongnuo YN560 gestellt wurden, versuche ich hier  mit ein paar Beispielbildern eines improvisierten Tests zu beantworten.

1. Wie ist die Blitzleistung im Verhältnis zum original Canon Blitz?

Antwort: Sie ist leicht schwächer, wie man auf diesen Beispielbildern sieht (links der Canon EX550 und rechts der Yongnuo YN-560. Wie man aber auch sieht, zeigt der Canon – Blitz zumindestens bei der gewählten Einstellung eine Vignettierung, was den Verdacht nahe legt, dass der Abstrahlwinkel in diesem Fall zu gering gewählt wurde. Um einen optimalen Vergleich durchführen zu können, müsste also der Abstrahlwinkel exakt gleich eingestellt werden.

2. Ist die Farbtemperatur bei unterschiedlicher Leistung stabil?

Antwort: Es ergeben sich leichte Abweichungen. Links Blende 9, rechts Blende 20. Ein ähnliches Verhalten weisen aber auch deutlich teurere Blitze auf. In Fällen, in denen es nicht auf eine 100% Farbstabilität ankommt, wird man damit leben können, in allen anderen Fällen empfiehlt sich ohnehin der Einsatz einer Graukarte oder eines ColorCheckers.

3. Bleiben Leistungsabgabe und Farbtemperatur konstant, wenn viele Blitze abgegeben werden?

Antwort: Auch hier sind kleinere Schwankungen zu bemerken, die aber im Rahmen bleiben.

Mein Fazit: Der Yongnuo YN-560 leistet sich bei diesem Praxistest keinen groben Schnitzer und ist eine erst zu nehmende Konkurrenz für die Blitze etablierter Hersteller, zumindestens wenn man auf TTL verzichten kann.


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Kommentare

9 Kommentare zu “Yongnuo YN-560: Kurzer Praxistest”
  1. Daniel sagt:

    Hier noch ein VIdeo zur Recyclezeit im Vergleich mit anderen Yongnuos und dem großem Canon
    http://v.youku.com/v_show/id_XMTgzNTk1NTc2.html

  2. Sehr fein! Danke für die hilfreichen Tipps!
    Mal noch ne blöde Frage meinerseits: Woher bekommt man den den YN560?
    Habe ihn bislang nirgends gefunden?!

  3. Omori sagt:

    Ich habe den Blitz hier gekauft
    http://bit.ly/dahk6k

    Gruß Michael

  4. Danke für den Link!
    Schade, dass Amazon den noch nicht gelistet hat…

    Aber die Dinger sprießen ja wie Pilze aus dem Boden. Kommt demnächst noch ein YN560II oder so? Dann warte ich noch zwei Monate?!

  5. Omori sagt:

    … irgendwann kommt immer irgendwas …. ;-)

    Was ich sagen will, wenn Du das Ding brauchst, kauf es. Jetzt.

    Gruß Michael

  6. Vielen Dank für den Test.
    Wenn man zwei von der Sorte hätte, müsste man doch auch ganz gut Portraits
    hinbekommen?!
    Wollte irgendwann auch mal weg von Halogenstrahlern.
    Mal angenommen ich hab drei YN 560, kann ich da die Stärke bei jeden einzeln
    regulieren und entfesselt blitzen?

    Gruß Martin

  7. Omori sagt:

    Ja, Martin, das kannst Du.
    Du solltest Dir dann noch einfache Lichtformer besorgen, 3 Stative und es kann losgehen.

    Gruß Michael

  8. Daniel sagt:

    @Martin : Man kann schon viel mit einem Blitz + Lichtformer machen. Google mal nach Zack Arias (zarias.com) und seinen OneLight Workshop – sicher nicht jedermanns Sache, aber ich finde seine Arbeiten spitze!

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Was andere über diesen Beitrag sagen
  1. [...] Mein Fazit: Ein sehr interessantes Gerät, das für kleines Geld viel Spaß machen kann. Die Ergebnisse eines kurzes Praxistests des Yongnuo YN560 habe ich hier veröffentlicht. [...]



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