Smartphone-Polaroid – digitale Fotografie mit analogem Feeling

Smartphone-Polaroid – digitale Fotografie mit analogem Feeling

Von Susanne Wagner

Mein Mann Florian und ich sind seit rund 20 Jahren Kommunikationsdesigner und die Fotografie begleitet uns beruflich wie privat. Wir haben Spaß an künstlerischer Fotografie, haben bisher aber weder ausgestellt noch anderweitig veröffentlicht. Das wollen wir jetzt ändern.
Als wir vor drei Jahren in New York waren, fotografierten wir aus einer Laune heraus mit der Smartphone-Kamera im Polaroid-Look. Am Ende gefiel uns das fotografische Ergebnis unserer Reise so gut, dass wir beschlossen, ein Fotobuch daraus zu machen.

Professionelle Technik

Einsprüche? Z.B. Smartphone-Fotos sind nicht professionell? Wie jedes Werkzeug, kann auch das Smartphone richtig eingesetzt zu einem perfekten Ergebnis führen.
Die Pixelzahl von 4 bis 8 MB reicht für Polaroids völlig aus. Schließlich ist die Standardgröße mit Polaroid-Rahmen nur etwa 10 x 12 cm. Im Buchdruck, was ja unser Ziel ist, ist der Unterschied zwischen einem gescannten analogen Polaroid und einem digital erzeugten Polaroid im Grunde nicht auszumachen.

Mit den Apps und Filtern (sprich Filmen), dem Objektiv bzw. Aufsteckobjektiven, dem Verhalten der Smartphone-Kamera etc. kommt man gut zurecht, wenn man nicht willkürlich, sondern mit Plan vorgeht. Wie eben auch z.B. bei einer DSLR.

Der Polaroid-Stil

Zunächst möchte ich definieren, was für mich ein gutes Polaroid ausmacht.
Der Kontrast zwischen imperfekter Optik und professioneller Bildkomposition kann sehr stimmungsvoll sein. Leichte bis starke Bewegungsunschärfe, dagegen klar fokussierte Bilder, reizvolle Fehlfarben, feine Details, großflächige Kontraste usw. zeichnen eine unverfälschte, skizzenhafte und authentische Bildsprache.
Das passt ideal zu unserem Erzähltstil in „Manhattan Diary“, wo wir unsere Reiseeindrücke vor allem mit Fotos, aber auch mit Stadtkarten, Tageszusammenfassungen, Thementexten und vielen Bildunterschriften nacherlebbar werden lassen – locker, sehr persönlich, inspirierend.

Konsequent angewandt entsteht mit digitalen Mitteln ein analoger Look und ein analoges Fotografiegefühl.

Ich lasse mich auf die Langsamkeit der Fotografie mit Smartphone und Polaroid-App ein. Nach jedem Foto benötigt die Software einen Moment, bis das nächste Bild aufgenommen werden kann. Deshalb wähle ich das Motiv und den Bildausschnitt bewusst aus – auch bei Schnappschüssen.

Polaroid Stil Digital

Polaroid Stil Digital

Polaroid Stil Digital

Retrokitsch vermeiden

Massenweise achtlos geschossenen Handy-Bilder (oft mit unterschiedlichsten Filtern versehen), die lediglich zur schnellen Kommunikation im Internet dienen, verschwinden täglich im digitalen Nirvana. Sie haben in der Regel keinen künstlerischen, keinen professionellen Anspruch.

Aber es geht eben auch anders, jenseits der Beliebigkeit:

  • bewusst das Motiv wählen
  • den Bildausschnitt komponieren
  • Bewegungsunschärfen gezielt einsetzen
  • nicht drauflos knipsen!
  • keine Beliebigkeit bei Filter- bzw. Filmauswahl (1 – 2 Filter pro Projekt)
  • keine digitale Nachbearbeitung, d.h. Farben, Kontraste, Bildausschnitte am besten unverändert beibehalten

Technische Unterschiede zur klassischen (DSLR-)Fotografie:

  • Polaroid-Standardgröße: 10 x 12 cm (mit Rahmen)
  • Endformatgröße aus der App: Polaroid mit Rahmen max. 1920 x 2300 Pixel bzw. ca. 16 x 19 cm (bei 300 dpi)
  • Belichtungszeit: Nicht beeinflussbar, gibt die App in Kombi mit dem Smartphone vor.
  • Blende: Nicht beeinflussbar, gibt die App in Kombi mit dem Smartphone vor.
  • Bewegungsunschärfe: Im Polaroid-Stil spielerisch, bis zur Auflösung der Formen, gut einsetzbar.
  • Bildausschnitt: Das Quadrat lässt sehr spannende und vielseitige Bildkompositionen zu.
  • Ich kann mit dem Smartphone überall und bei fast jeder Lichtsituation fotografieren.

Ich habe mit zwei Apps gearbeitet:

1. ShakeItPhoto (iPhone 4), Projekte 2012 – 2013

by Banana Camera Company
1,99 Euro (aktuelle Version 3.1.1 08/2015), 21,2 MB, Englisch (ist aber selbsterklärend)

shake it app

  • Einfach zu bedienen, aber so gut wie keine Einstellmöglichkeiten.
  • Bildgröße (iPhone 4): max. 1920 x 2300 Pixel bzw. ca. 16 x 19 cm (bei 300 dpi) mit Polaroidrahmen
  • Bei iPhone 4 wird im Display das ganze rechteckige Bildformat angezeigt. Man muss sich das Quadrat denken.
  • Bei iPhone 5 wird im Display bereits ein quadratischer Ausschnitt angezeigt.
  • 1 Standardfilter verfügbar, keine individuellen Einstellungen.
  • Jedes Motiv wird als ganzes Bild ohne Polaroidrahmen im Hintergrund (unter Fotos) mitgespeichert (Achtung: „MakeSquareTM“ unter Einstellungen ausschalten). Daraus kann man später abermals Polaroids generieren.
  • Stürzt bei viel Gebrauch gerne mal ab (bei iPhone 4, iPhone 5 noch nicht so viel getestet)

2. Instant (iPhone 5), Projekte 2014 – 2015

Instant Version 1.1.1 ©2014 by ThinkTime Creations LLC
0.99 USD, 22,8 MB, verschiedene Sprachen

instant app

  • Sehr variabel, einfach bedienbar, große Filterauswahl und einige Einstellmöglichkeiten.
  • Bildgröße: max. 2000 x 2400 Pixel bzw. ca. 17 x 20 cm (bei 300 dpi) mit Polaroidrahmen
  • Export-Auflösung: 2000 px (Auto/1000 px)
  • Entwicklungsgeschwindigkeit auf Hase (schnell)

Jedes Motiv wird als ganzes Bild ohne Polaroidrahmen im Hintergrund (unter Fotos) mitgespeichert. Daraus kann man später auch anders gefilterte Polaroids generieren (wenn man sich z.B. mal im Filter vergriffen hat).

Bei jeder Fotografie einstellbar:

  • Polaroidrahmen: Farbe, Muster (ich nehme i.d.R. Weiß, Grau geht auch und das „normale“ Muster mit mittlerer Stärke)
  • Intensität des Filters
  • Vignette
  • Emulsion
  • Körnung

Ich finde hier überall die Standardeinstellungen meistens passend.

Filter:

  • Original (ohne)
  • T600 (Beispielfoto mit Standardeinstellungen und leichtem Muster im Polaroidrahmen)
  • T600 Vivid (Beispielfoto mit verstärkter Vignette und Emulsion, Polaroidrahmen grau mit starkem Muster)
  • T600 Expired (Beispielfoto mit Standardeinstellungen und leichtem Muster im Polaroidrahmen)
  • Dry Emulsion
  • Underexposure
  • Time Zero (Beispielfoto aus Objektivserie)
  • TZ Expired
  • T600 B&W
    usw.

Wenn man einen Filter häufiger verwendet, werden i.d.R. die nachfolgenden Bilder automatisch mit diesem Filter versehen.

Instant-Polaroid-Filter

Meine Lieblingsfilter für Fotoreisebuch:
Time Zero (bei viel Sonne und am Tag, teilw. auch nachts)
T600 Vivid (farbverstärkend morgens und am Abend oder bei trübem Licht)

Bei der App Instant gibt es einen wesentlichen Unterschied zur ShakeItPhoto-iPhone-Kombi: Das Standardbild ist weitwinkliger. Damit konnte ich oft den gewünscht dichten Bildausschnitt nicht erreichen. Außerdem kann ich mit dem 2x Tele bewusst Unschärfen ins Bild bringen.

Objektive

Instant-Objektivvergleich

Deshalb habe ich mich nach Aufsteckobjektiven umgesehen. Viele Miniobjektive fand ich schlicht zu minderwertig. Meine Wahl fiel auf:
iPro Lens System (https://www.schneideroptics.com/ecommerce/CatalogSubCategoryDisplay.aspx?CID=1840)
Trio Kit/iPhone 5S

  • Hochwertige Optiken von Schneideroptics (U.S. amerikanische Tochtergesellschaft von Schneider Kreuznach, Deutschland)
  • Verfügbar für iPhone 4 bis 6/6 Plus, Samsung Galaxy S4
  • Die Objektive und das Case/Cliprahmen können einzeln oder im KIT gekauft werden. Beim Telefonieren genauso wie ohne Case.
  • USA-Import (Achtung: häufig hohe Import-Aufschläge, nicht viele Händler in Deutschland vertreiben iPro Lens. Wir haben Anfang 2014 bei http://www.comstern.de gekauft.)
  • Super: Robuster Handgriff zur Aufbewahrung der Objektive (Module mit Schraubverschluss erweiterbar). Immer praktisch, ob in der Hosen- oder Handtasche, im Rucksack oder im Einkaufsbeutel. Außerdem kann man damit das iPhone auf ein Stativ schrauben.
  • Der Cliprahmen kann ebenfalls direkt auf ein Stativ geschraubt werden.
  • Einschränkung: Der Blitz wird von den Objektiven verdeckt, bleibt also wirkungslos.
  • Century 2x Tele: Unschärfen (wie bei weiter geöffneter Blende) können leicht erzeugt werden. Man benötigt allerdings eine größere Entfernung als beim KB.
  • Century Super Wide: Ca. 35 % breiteres Sichtfeld, überall scharf. Manchmal interessanter Effekt: Geraden werden gekrümmt, z.B. bei weiten Landschaften.
  • Century Makro: Man kommt wirklich nah ran, deutliche Unscharfzeichnung schon bei sehr geringen Entfernungen im Bild. Erschwerte Bedingungen z.B. bei kleinen Blüten, die leicht im Wind schwanken und zusätzlich einer (vom Bergsteigen) leicht unruhigen Hand: Das Motiv wird sehr leicht unscharf. Also, volle Konzentration. Makro-Details können eine Bildreihe sehr schön auflockern.
  • Der Cliprahmen für das iPhone5 ist robust und einfach zu installieren, kann aber nur schwer wieder entfernt werden, wenn man eine Schutzfolie auf einer Seite des Smartphones angebracht hat. Bei Schutzfolien vorne und hinten, konnte ich den Cliprahmen nicht anbringen. Bei einer Folie musste ich das iPhone auf die Heizung legen (wahlweise evtl. in die Sonne, bei mir war es Winter), damit ich den Kunststoff wieder vom Handy herunterziehen konnte. iPhone ohne Schutzfolie ging gut.
  • Kleiner Nachteil: die Kunststoffgewinde der Objektive leiern mit der Zeit aus. Das ging mir vor allem beim 2xTele so, das ich häufig auf- und abgesteckt habe. Es funktioniert zwar weiterhin, aber man muss aufpassen, dass das Objektiv nicht irgendwo hängen bleibt und runterfällt. Wenn es denn einmal am Boden landet, muss es nicht gleich kaputt sein. Die Objektive halten wohl einiges aus. Meines ist bereits zweimal zu Boden gegangen und es funktioniert einwandfrei. Also, lieber Objektiv abnehmen, bevor das Handy z.B. in der Hosentasche landet.

Inzwischen gibt es auch andere Anbieter, die ich aber noch nicht getestet habe.
An sich ganz gut gefällt mir: Manfrotto KLYP + für iPhone 6/6 Plus
Gesehen bei: http://shotrr.com/portfolio/manfrotto-klyp/

Susanne WagnerAutorin dieses Artikels ist Susanne Wagner.

Seit 1995 arbeiten Susanne und Florian Wagner selbstständig freiberuflich als Grafik-Designer, Entwickler und Berater für Print- und Digitalmedien. Schon seit ihrer Jugend sind sie begeisterte Fotografen und haben dieses Hobby mit den Jahren professionalisiert.

Vier Augen sehen mehr, als zwei: Sie sind nicht nur geschäftlich, sondern auch privat ein Team und lernten sich während des Grafik-Design-Studiums in München kennen.
In ihrem ersten Fotoreisebuch „Manhattan Diary“ führen sie ihre individuellen Sichtweisen zu einem spannenden Städteporträt zusammen.

Bis Ende September läuft ihre Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung des Projekts.



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8 comments

  1. ReplySven

    Ein Polaroid ist ein Polaroid ist ein Polaroid. Ein Smartphonebild mit einem weißen Polaroidrahmen ist ein eben ein Smartphonebild mit einem Polaroidrahmen. Das ist genauso wie wenn man den markanten Rahmen der 55er Polas auf ein Farbbild legt, das sagt auch jeder: „Sieht nett aus ist aber gefaked.“ Wenn das Bild nicht als solches ohne Polarahmen bestehen kann, dann ändert ein besonderer Look auch nichts daran. Ich gehe mittlerweile dazu über meine Polaroids beim Scannen aus dem Rahmen zu nehmen um es nicht zu offensichtlich werden zu lassen. Außerdem verzichtet man mit dem Smartphone natürlich darauf, dass die Leute ganz fasziniert um einen herum stehen und zugucken wie aus dem großen Kasten mit einem rauhen SSSSSSSSt… das Bild heraus kommt.

  2. ReplyRalf H. Badera

    Sorry, ich kann diesen effektheischenden Filtern nichts abgewinnen. Und gerade bei Smartphone-Fotos neigt man ja schnell dazu, sie mangels guter Ausgangsqualität mit Effektfiltern aufzupimpen – nicht meins, wirkt mir zu gekünstelt, zu gequält, zu sehr nach „wie machen wir aus schwachen Bildern Hingucker – ah, ich nehme einen Filter“.

  3. ReplyAnastasia

    Wer täglich auf Instagram unterwegs ist sieht viele viele gute Fotos im quadratischen Format. Mit Komposition, Farbstimmung, Idee dahinter usw. Manchmal denke ich, dass um etwas Kunst zu nennen, muss man die eben aufgezählten Punkte weglassen. Ich versuche ehrlich, die Fotos in dem Artikel als schön und interessant zu empfinden. Der Versuch scheitert allerdings. Ich nehme an, es ist einfach nicht meine Kunst, denn Geschmäcke sind bekanntlich auch in diesem Bereich sehr unterschiedlich.
    Als Übersicht der kostenpflichtiger Software – top!

  4. ReplyAnastasia

    Aber als Illustration zu den Erzählungen über Manhattan sind die Bilder toll! Solche Bilder/Textalben halte ich sehr gerne in der Hand, also viel Erfolg mit dem Herausgeben!

  5. ReplyÜberkunst

    Solche „Arbeiten“ sind nicht nur einfach grottenschlecht und geschmacklos (dann würde ich einen solchen Post schlicht überblättern), sie sind leider symptomatsich für so manchen Irrglauben unserer Zeit. Daher hier ein paar Gedanken:

    1. Nicht jeder ist ein Künstler, aber jeder glaubt einer zu sein

    Man fotografiert im Urlaub „aus einer Laune heraus mit dem Smartphone“ und beschließt dann – weil man ist ja „seit rund 20 Jahren Kommunikationsdesigner“ – gleich „ein Fotobuch daraus zu machen“.

    Künstler ist man nicht mal eben so, aus einer Laune heraus. Man hat ein Thema, an dem man oft über Jahre arbeitet. Man wird eins mit seinem Medium (Pinsel, Meißel, Kamera), verzweifelt so manches Mal auf dem Weg dahin an dessen Beherrschung. Man wählt auch sein Material sorgfältig, weil es Teil der künstlerischen Aussage ist und nicht, weil es, wie ein Fotobuch, billig und an jeder Ecke zu haben ist.

    Sich – frei jeder kritischen Selbstwahrnehmung – wegen ein paar grottiger Bilder als „Künstler“ zu bezeichnen, ist Teil der Hybris unserer Zeit, Teil der inflationären, respektlosen Verwendung von schick klingenden Begriffen (Fotograf, Künstler, Kurator, Sammler …) und eine Beleidigung all‘ derer, die wertvolle Lebenszeit in Kunst investieren.

    2. Bunt + schief + unscharf = Kunst³

    Unsere Zeit wird immer schnelllebiger. Um Gehör zu finden, wird daher alles lauter. Inzwischen gilt: wer am lautesten schreit, hat recht. In der Bilderflut gilt: je bunter, schriller, kitschiger, desto eher wird man gesehen. Und so werden – auch hier – bis zum Anschlag aufgedrehte (Farb-)Regler, windschiefe Horizonte etc. verwendet, um sich mit dem Siegel „Kunst“ schmücken zu können. Schlicht traurig.

    3. Bitte alles echt unecht!

    Es gibt noch Polaroid Kameras. Man könnte also echte Polaroids machen. Aber da fehlen dann all‘ die anderen Regler, die man meint, bis zum Anschlag aufdrehen zu müssen, um „gute“ Bilder zu erzielen. Ein Polaroid lügt nicht, es verlangt, dass der Benutzer ein Auge hat, sieht. Wer dies tut, braucht keine Regler, nicht einen einzigen.
    Den Polaroid-Look anzuwenden (und auch noch stolz darauf zu sein!!) bedeutet, den Kitschregler weit über den Anschlag hinaus aufzudrehen, auf einer Welle zu reiten und, wie auch den Künstlerberuf, das echte Polaroid zu verhöhnen.
    Das ist ein bisschen so, wie mitten in der Erdbeerzeit einen Erdbeerkuchen zu backen, der lediglich aus künstlichem Erdbeeraroma und einer übergroßen Portion Lebensmittelfarbe besteht.

    Das traurige daran ist: solche Bilder bekommen Beifall. Weil das Publikum nicht mehr kritisch ist, dem eigenen Geschmack nicht mehr traut, verlernt hat zu sehen.

    Solche Machwerke, solches Gehabe finde ich – kurz gesagt – zum kotzen!

    1. ReplyMichael Omori Kirchner

      Lieber Till (Überkunst),

      danke für Deine Stellungnahme.

      Ein wenig wundere ich mich über Deine emotionale und drastische Ausdrucksweise. Was hat Dich so verärgert?

      Zur Sache:
      Was ist Kunst? Das ist eine Frage, die ich sicher nicht beantworten kann. Und ehrlich gesagt, ist sie für mich auch nicht relevant.

      Mich interessiert nur, ob mich ein Bild anspricht oder nicht. Ob es interessant für mich ist. Entweder aus ästhetischer Sicht oder weil es eine Aussage hat. Idealerweise beides.

      Ob es allerdings digital oder analog entstanden ist, ist mir so etwas von egal. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wenn behauptet wird, nur die analoge Fotografie wäre „echte Fotografie“. Das Werkzeug ist letztendlich nur Mittel zum Zweck. Entscheidend, ob mir ein Bild gefällt oder nicht, ist das Endprodukt, wie immer es auch entstanden ist.

      Beste Grüße
      Michael

  6. Pingback: drüben (10) | eldersign.de

  7. ReplyMarkus T.

    Ich hätte das Projekt auch spannender gefunden, wenn es wirklich analog umgesetzt worden wäre. Von der Iphone Serie finde ich auch die Bilder am interessantesten, die verschwommen / verwischt sind. Eine Tiefenunschärfe ist durch den kleinen Handysensor ja nur sehr begrenzt möglich.
    Wenn ich digital fotografiere bearbeite ich die Bilder auch oft „analog“, probiere dann aber ein „modernes analog“ daraus zu machen (sprich oft noch mit entsprechenden Korrekturen etc.). Wenn ich mit meiner alten Canon A1 einmal losziehe und ich die Bilder fertig zurückbekomme, werden diese eingescannt. Dadurch erhält das Endprodukt einen ganz neuen Wert. Und der Look sieht dann auch unverkennbar „original“ analog aus.

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