Auftragskalkulation – Zusätzliche Kosten

Jeder professionell arbeitende Fotograf hat sich den eigenen Tagessatz ausgerechnet und nimmt diesen als Basisgröße für die Abgabe von Angeboten.

Häufig ist aber die eigene Arbeitsleistung nicht der einzige Angebotsbestandteil. Von Kunden gefragt sind weitere Leistungen, die zusätzlich kalkuliert werden müssen, möchte man als Fotograf letzten Endes nicht draufzahlen.

Als Checkliste / Gedächtnisstütze liste ich hier die wichtigsten Zusatzkosten auf:

Visagist(in) / Hairstylist(in)

Ist bei People- / Modelshootings im professionellen Bereich Standard.
Kostenpunkt: 250 – 500 Euro pro Tag

Stylist(in)

Wenn dieser Job nicht von der Visagistin mit übernommen wird.
Kostenpunkt: 200 – 400 Euro plus Material

Leihkosten für Kleidung und Accessoires

Outfits werden entweder vom Kunde beigestellt oder von der Stylistin besorgt
Kosten: 100 bis 200 Euro pro Outfit pro Tag

Assistent

Je nach Aufwand sind ein bis mehrere Personen erforderlich.
Kosten: 100 bis 200 Euro pro Person

Handwerker

Wenn im Studio oder on location Handwerksarbeiten durchzuführen sind.
Kosten: 300 bis 400 Euro pro Tag

Model-Honorar

Sofern das oder die Models nicht durch den Auftraggeber organisiert werden.
Kosten: 300 bis 1.500 Euro pro Model und Tag

Fotostudio-Miete

Wird bei Fotografen ohne festes Studio separat fakturiert.
Kosten: 250 Euro bis 2000 Euro pro Tag

Location Miete

Müssen für das Shooting Locations gemietet oder Fotografier-Genehmigungen eingeholt werden, fallen entsprechende Kosten an.
Beispiele:

  • Repräsentatives Hotelzimmer: 100 bis 300 Euro pro Tag
  • Designer-Wohnung: 200 bis 500 Euro pro Tag
  • Büro-Umgebung: 200 bis 2000 Euro pro Tag
  • Repräsentatives Haus / Villa: 500 bis 3.000 Euro pro Tag

Nutzungsrechte

Manche Fotografen preisen das in den Tagessatz mit ein, andere rechnen nach der MfM-Liste ab.
Sofern ein unbeschränktes Nutzungsrecht eingeräumt werden soll, muss sich das im entsprechend höherem Angebotspreis niederschlagen.

Bildbearbeitung

Wird bei professionellen Aufträgen meist nicht vom Fotografen angeboten.
Falls doch, ist ein Stundensatz von 50 – 70 Euro angemessen.

Materialkosten

Kosten für Verbrauchsmaterial, Hintergrundpapier, …
Ist bei normalem Verbrauch meist im Tagessatz oder in der Studiomiete enthalten.

Reisekosten

Transport und Übernachtungskosten werden nach Aufwand abgerechnet. Business-Flüge und First-Class-Hotels werden zwar gelegentlich gefordert, aber selten bezahlt.

Alle Angaben verstehen sich als grobe Richtwerte, von denen je nach Auftrag nach unten oder oben abgewichen werden kann.

Habe ich einen wichtigen Kostenbestandteil vergessen oder hast Du andere Erfahrungen über die Höhe der einzelnen Kosten gemacht? Hinterlasse einfach einen kurzen Kommentar. Vielen Dank.


Der Autor Omori arbeitet als Werbefotograf im Raum Frankfurt Mannheim



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