Twitter für Fotografen: Wem folgen und was vermeiden?

Twitter für Fotografen: Wem folgen und was vermeiden?

Gastbeitrag von Lars Poeck

Twitter kennt jeder. Mit Gezwitscher á la „habemus papam“ oder auch dem Notlandungs-Tweet auf dem Hudson River haben auch meine Eltern verstanden, was Twitter ist – oder zumindest sein kann. Nichts desto trotz bleibt Twitter für mich oft ein Wald mit unendlich vielen Bäumen, in den viele hineinrufen, die wenigsten aber auch nur einen Baum sehen.

Doch spätestens seit dem Janis Krums-Hudson Tweet war mir klar: Twitter kann neben 140 Zeichen Text auch Fotos.

Also ist es auch prädestiniert für die Fotografie. Wenn man nach Hashtags wie #Fotografie, #Photographer oder #fotografieren sucht, wird man auch schnell fündig. Und das haben Fotografen wie Streetfotograf Eric Kim, Musiker und Fotograf Bryan Adams schon lange für sich entdeckt.

Aber wie starte ich, wenn ich Twitter als Fotograf entdecken will? Wofür brauche ich das? Inspiration? Selbstinszenierung? Netzwerken?

10 typische Fehler auf Twitter

Gerade beim Start kann man einiges falsch machen. Als die häufigsten Fehler für ausbleibenden Twitter-Spaß habe ich die folgenden 10 Fehler für mich identifiziert:

1. Ich folge den falschen Leuten

Wenn ich fotografieren als Thema habe, dann muss ich auch Fotografen, Fotomagazinen und Fotoblogs folgen. Was gibt es Schöneres, als ganz nah dran zu sein an den schönsten Fotos von Streetfotograf Eric Kim, den neusten Highlights von 500px oder den Tipps vom Wildlife-Fotograf Andy Rouse?

2. Ich teile nur eigenen Content

Natürlich sind meine Fotos super. Und alle sollen sie sehen. Aber ganz ehrlich: Ein Netzwerk lebt vom Netzwerken. Und dazu gehört eben auch das Retweeten.

3. Ich stelle keine Fragen

Wie einfach es sein kann. Einfach ein @ vor meinen Tweet und es landet direkt beim Gegenüber auf der Timeline oder im Postfach. Also einfach in den Dialog gehen und fragen, wo oder wie das Bild aufgenommen wurde.

4. Ich höre nicht zu

Habe ich was überhört? Bei Twitter ganz einfach. Denn es läuft durch, wie ein Nachrichtenticker. Doch per Postfach, Search-Funktion und Co. ist das Zuhören ganz einfach.

5. Ich interagiere nicht mit den anderen

Eigentlich die Quintessenz aus den vorhergehenden Punkten: Zuhören, Fragen stellen, weitersagen. Fertig ist der Dialog.

6. Ich nutze es zu selten

Wo bin ich eigentlich alles angemeldet? Da kann ich schnell den Überblick verlieren. Twitter muss man lieb gewinnen und über die Regelmäßigkeit favorisierte Twitterer entdecken. Dann macht es Spaß!

7. Ich rede zu viel #spam

Oh je, immer die gleiche Masche. Wer will das hören, Lars? Es wird nur zugehört, wenn es auch interessant ist. Also weniger #spam!

8. Mein Profil ist zu langweilig

Wenn es um meine Fotos geht, dann sollte ich es auch fotogen gestalten. Dazu gehört ein schöner Header, ein Profilbild und ein spannender Text – natürlich nur 140 Zeichen.

9. Ich bin zu geschäftlich

So ein Tweet kann ganz schön persönlich sein. Es muss ja nicht immer aus dem Nähkästchen sein, aber immer nur PR-talk macht nicht wirklich Spaß!

10. Ich rede nur in #Hashtags

Natürlich #kann #jedes# #Wort ein Hashtag bekommen. Aber weniger ist mehr. Worte mit Suchpotential oder aktueller Relevanz sollten also das Hashtag bekommen. Ist eine relevante Person involviert, dann kan auch das @ hinzu.

Das habe ich nun so weit verstanden. Nun muss ich nur noch die richtigen Follower finden, denen ich folgen kann und wo ich mitlesen will. Dafür hier für dich meine 25 liebsten Twitter Profile zum Thema Fotografie.

Deutsche Fotografen und Fotomagazine

https://twitter.com/stilpirat
https://twitter.com/blickwinkel74
https://twitter.com/fokussiert
https://twitter.com/CalvinHollywood
https://twitter.com/rim_light
https://twitter.com/omori_de
https://twitter.com/stefandokoupil
https://twitter.com/zoomyboy
https://twitter.com/kwerfeldein
https://twitter.com/Foto_Forum

Und wer mit mir (Lars Poeck) twittern möchte: https://twitter.com/vegasworld

Internationale Fotomagazine und Fotoblogs

https://twitter.com/NatGeoPhotos
https://twitter.com/500px
https://twitter.com/photoventure
https://twitter.com/PhotographyWeek
https://twitter.com/photoblggr

Internationale Fotografen

https://twitter.com/wildmanrouse
https://twitter.com/erickimphoto
https://twitter.com/RoshSillars
https://twitter.com/mearakallista
https://twitter.com/bryanadams
https://twitter.com/chrisfloyduk
https://twitter.com/hollyphotobooth
https://twitter.com/strobist
https://twitter.com/chasejarvis
https://twitter.com/TreyRatcliff

Weitere Tipps

Twitter ist ein großer Mist? 10 Tipps gegen den Twitter-Frust

Und Ihr?

Wie nutzt Ihr Twitter? (Postet gerne Euer Profil hier in den Kommentaren)
Welche weiteren Twitter-Profile könnt Ihr empfehlen?

Ich freue mich auf Eure Meinungen.

Lars Poeck betreibt den Foto-Blog IG-Fotografie. IG steht für Interessengemeinschaft. Fotografie steht für das schönste Hobby der Welt. Auf seinem Blog schreibt Lars über seinen Weg das Fotografieren zu lernen, stellt sich immer wieder neue Fotoaufgaben und entdeckt Tipps, Tricks und neue Orte zum Fotos machen.

12 comments

  1. ReplySebastian

    Schöner Beitrag, Lars. Ich muss zugeben, dass ich mich mit Twitter auch noch unheimlich schwer tue. Ich habe zwar mit 22places auch einen Twitter-Account, aber im Gegensatz zu Facebook und Google+ will er einfach nicht ins Rollen kommen. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch nicht wirklich viel Zeit in Twitter investiere. Fehler Nummer 6 ist bei mir also Fehler Nummer 1.

  2. Replylars

    Ja, Sebastian, das stimmt. Wobei ja gerade deine Seite perfekt für solche Netzwerke geeignet ist: Schnelle kurze Tipps, Diskussionen, Empfehlungen von Locations. Aber es ist eben auch viel Arbeit. Vielleicht würde dir ein Twitter-Monitoring Tool das Leben leichter machen?

  3. ReplyHolger Reich

    Das klingt alles sehr plausibel und nützlich. Doch was werde ich damit erreichen? Ich habe den rechten Nutzen von Twitter noch nicht entdeckt – drum Punkt 6 😉

    Wenn es da so zugeht, wie in manchen Gruppen bei Fressbuch, dann wäre es nicht schade.

  4. ReplySebastian

    Ja, eigentlich schon. Bei Facebook und Google+ klappt das auch ganz gut. Dort poste ich täglich, habe eine steigende Anzahl an Followern und was am wichtigsten ist: Ich merke auch Effekte für die Webseite. Das große Problem, was ich mit Twitter habe, ist glaube ich diese Schnelligkeit und die Unübersichtlichkeit sobald man vielen Leuten folgt. Es macht mir einfach keinen Spaß dadurch.

    Welches Monitoring-Tool für Twitter kannst du denn empfehlen?

  5. ReplyChris

    Sehr schöner Beitrag Lars!
    Für mich ist Twitter immer mehr als einziges Sprachrohr in die weite Welt des Netzes geworden.
    G+ vergammelt bei mir zusehend und bei Facebook habe ich mich schon vor langer Zeit ab gemeldet.
    Finde Twitter für meine Sache völlig ausreichend!

    P.S. Vielen Dank für das hinzufügen meines Twitter-Accounts 😉

  6. Pingback: Twitter für kluge Katzen: 3 Top Twitter Tipps | Portrait Foto Kunst

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