Lumix GX7 Testbericht

Lumix GX7 Testbericht

Ein paar Wochen vor der offiziellen Markteinführung bekam ich von Panasonic die neue Lumix GX7 zum Testen. Insbesondere auf dieses Modell war ich sehr gespannt, denn die Spezifikationen machen neugierig und das Design finde ich sehr gelungen.
Lumix GX7 Test

Als ich die Kamera das erste mal in die Hand nahm, fiel mir als Neuerung vor allem das Einstellrädchen, dass sich um dem Auslöseknopf befindet, auf. Es ist stabil und wertig und eine Änderung der Belichtungswerte lässt sich darüber einfach und problemlos handhaben. Das zweite Rädchen ist auf der Rückseite der Kamera, direkt unter dem Ein-Aus-Schalter. Dort war es zwar auch schon bei der Lumix G3, G5 und G6, aber im Gegensatz zu diesem Modellen ist das Rädchen hier endlich nicht mehr so fummelig, sondern groß und gut bedienbar. Auf dieses zweite Rädchen habe ich die Belichtungskorrektur gelegt.

Insgesamt ist die Lumix GX7 gegenüber der Lumix G6 erheblich stabiler und wertiger verarbeitet. Im direkten Vergleich fiel mir besonders auf, was für ein „Plastikbomber“ die Lumix G6 ist. Eine eventuelle Kaufentscheidung, wenn sie denn bei mir in Zukunft wieder ansteht, werde ich ohne Zögern zu Gunsten der GX7 fällen.

Panasonic hat es geschafft, in das kompakte Gehäuse der GX7 nicht nur ein sehr gutes Display, sondern auch einen elektronischen Sucher mit 2,7 Mio. Bildpunkten einzubauen. Dass dieser nach oben klappbar ist, ist für mich eher nebensächlich, aber die hohe Bildauflösung lässt das Fehlen eines optischen Suchers fast vergessen.

Sensor und Bildprozessor sind laut Hersteller neu entwickelt und weisen dadurch ein besseres Rauschverhalten auf. Direkte Vergleiche mit anderen Kameras habe ich nicht gemacht und auch die unten gezeigten Fotos lassen eine solche Beurteilung kaum zu, da ich im jetzigen Entwicklungsstand der Kamera (Vorserienmodell) auch keinen Originaldaten posten darf.

Die GX7 kann zwar Full HD Videos mit 50p aufnehmen, verfügt aber weder über einen Anschluss für ein externes Mikrofon noch für einen Kopfhörer. Video-Filmer werden daher eher zur GH3 greifen.

Die Autofokus-Geschwindigkeit wurde weiter erhöht, Kamera und Objektiv kommunzieren zur Berechnung des Autofokus-Punkts nun 240 mal pro Sekunde miteinander. Ob das für Action-Sportarten reicht, konnte ich leider nicht testen. Vom Gegenlicht in meinen unten gezeigten Aufnahmen ließ sich der Autofokus allerdings schon das eine oder andere mal stören.

Action-Fotografen werden sich über die 1/8000 sec als schnellste Verschlusszeit freuen.

Im Gegensatz zu allen anderen Lumix Systemkameras verfügt die GX7 über einen im Gehäuse verbauten Bildstabilisator. Ein Eingeständnis, dass das Konzept von Olympus, die von Anfang an auf diesen Weg gesetzt haben, das bessere ist? Egal. Jedenfalls sind nun auch MFT-Objektive von Olympus ohne Einschränkungen an der Lumix zu verwenden.

Ein Kritikpunkt ist der (wieder einmal) neue Akku, der zwar bereits in der Lumix GF3 verwendet wurde, aber zu den Akkus in der G3, G5, G6 und GH-3 nicht kompatibel ist. Für jemanden wie mich, der gerne zwei Gehäuse mit auf seine Foto-Tour nimmt, eine ärgerliche Situation. Mit 940mAH ist dieser Akku auch nicht besonders leistungsstark, aber wahrscheinlich war bei dem kompakten Gehäuse nicht mehr machbar.

Weiterhin ist schade, dass das Gehäuse der Kamera nicht (wie bei der GH3) gegen Feuchtigkeit und Staub abgedichtet ist.

Wie sich die Lumix GX7 im Vergleich zur Fuji X-E1 schlägt, könnt Ihr bei Stefan nachlesen. Weitere
interessante Meinungen über diese Kamera gibt es bei Amazon.

Mein Fazit: Mit der Lumix GX7 hat Panasonic eine Kamera mit dem „Haben wollen“ – Faktor vorgelegt, die sich hinter den aktuellen Modellen der Mitbewerber nicht zu verstecken braucht und diese, zumindest aus meiner Sicht, sogar überholt.

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Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

20 comments

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  2. ReplyRalf Nöhmer

    Als Fan eines echten optischen Suchers wäre das für mich ein Killerkriterium. Ich denke, ich werde den Sucher mal im Geschäft testen. Vielleicht sagt er mir ja doch zu.

    Sind die Bilder „out-of-cam“ oder noch nachbearbeitet?

  3. ReplyOliver

    Das ist aber auch eine ganz schöne Menge Geld für einen doch recht klenen Sensor. Sicher ist sie bestimmt ein tolles Spielzeug. Ich selbst habe lange Zeit mit Kodak fotografiert, habe inzwischen fast schon eine kleine Sammlung von denen, die Kameras sind auch toll aber die Möglichkeiten doch eingeschränkt. Ich fürchte fast dass ist hier auch so. Eine echt schicke Kemara, aber wird man sie auch benutzen? Oder doch lieber die große mitnehmen weil mehr geht. Ich würde mir nie wieder eine Kamera mit digitlen Sucher zulegen, seiit ich wieder einen optischen habe ist mir so richtig bewust geworden was mir da gefehlt hat, kein träges Bild, keine langsamme Helligkeitsanpassung, viel mehr Kontrast. Filter und bearbeitung in der Kamera? Will man das wirklich??

    Ich fürchte das ist ein eschicke Kamera die aber nach 6 Wochen im Schrank landet und dafür ist sie etwas zu teuer finde ich.

    Aber das ist nur meine Meinung, die muss nicht stimmen! 😉

    Gruß
    Oli

  4. ReplyOliver

    Dann ist es genial,keine Frage.
    Und wen ich ganz ehrlich bin richtig gut aussehen tut sie auch. Auch findeich es schön wenn nicht immer nur C…. oder N…. auf einer Kamera steht,die anderen können nämlich auch was.

    Gruß
    Oli

  5. ReplyRalf Nöhmer

    Die Lumix sieht schick aus – keine Frage – aber wenn ich ehrlich zu mir bin, brauche ich so eine Kamera nicht.

    Hm… ich warte mal auf die Canon G16, die sagt mir persönlich mehr zu. Ist aber nicht wirklich vergleichbar, denn ich möchte eine „immer-dabei-Kamera“, brauche keine Wechseloptiken und die Daten zur G16 hören sich auch nicht so schlecht an.

    …und sie hat einen optischen Sucher. 😛

  6. ReplyMichael

    Eine Lumix war meine erste Digitalkamera. Und, obwohl ich inzwischen mir mehrere Nikons (300s, etc.) angeschafft habe, sogar – wegen der UW-Fotos auch eine Canon besitze, fotografiere ich Schnappschüsse und Spaziergänge mit der Familie (z.B. Zoo, etc.) immer noch gern mit der Lumix. Klein, einfach, handlich, und die wertige Leica-Optik und macht immer noch gute Bilder. Natürlich wird die „Neue“ um Klassen besser sein – aber: da ich in Costa Rica lebe, und hier haben wir wirklich noch „Regenwälder!“ wäre mir eine gut abgedichtete Kamera – in der Preisklasse – schon lieber…

  7. Pingback: Lumix GX7 – Kompakte Kamera für die Reise | OMORI - Fotograf in Mannheim Heidelberg Frankfurt

  8. ReplyRoger

    Die GX7 ist die beste PEN. Leider weigert sich Olympus, einen Sucher in die PEN-Serie einzubauen. Da ich, wegen Alterssichtigkeit, nicht gut über ein Display fotografieren kann, brauche ich einen Sucher.

    Panasonic hat Olympus nun vorgemacht, wie man ein ansprechendes Gehäuse mit einem Sucher kombinieren kann.

    Zur Sensorgröße: Seit der letzten Generation der FT-Sensoren, die Olympus in den aktuellen Kameras verbaut und vermutlich auch in der GH3 steckt (bei der GX7 gibt es dazu noch keine Aussagen), sind diese den APS-C-Sensoren gleichgestellt. Bis ISO 800 ist Rauschen kein Problem, mit ISO 3200 gut beherrschbar.

    Man beachte, dass die FT-Sensoren fast dieselbe Höhe wie die Canon-APS-Sensoren haben, nur in der Breite fehlen einige mm.

    Tiefenschärfe-Freaks müssen natürlich auf Vollformat setzen, aber mit den manuellen Nokton-Objektiven mit Blende 0.95 ist auch mit MFT viel möglich.

    Roger

  9. ReplyHeiko Kalweit

    Es sind drei Dinge, die ich an der Kamera ganz interessant finde:
    Sie verhältnismäßig klein bzw. kompakt, so dass man sie immer mal mit nehmen kann, ohne dass man viel an weiteren Objektiven und schwerem Body schleppen muss.
    Die Kamera hat einen schönen Look. Sie erinnert mich an die frühe analoge Zeit.
    Was ich aber am interessantesten finde, ist die Tatsache, dass die Kamera nicht wie eine Profikamera aussieht. Man kennt es: In vielen interessanten Stätten ist das Fotografieren verboten oder gerade mal geduldet. Packt man seine Profikamera aus, ist auch sehr bald eine freundliche Aufsicht zur Stelle, die einen das Fotografieren verbietet.
    Mit dieser Kamera aber fällt man nicht unter den vielen Hobbyfotografen in Kirchen, Schlössern etc auf.

    Viele Grüße
    Heiko

  10. ReplyW. Buhk

    Zitat von Roger: „Die GX7 ist die beste Pen.“ Ich vermute, Du meinst die OLY-Pen’s. Wenn das so ist, hast Du übersehen, dass die Pen’s auch beim Filmen stabilisieren.

    Nach meiner Meinung ist die GX7 für die Reporter- Fotografie bestens geeignet.
    Video wurde zwar angedacht (AVID, pegelbarer Stereo Sound), aber nicht konsequent umgesetzt (nicht stabilisier, kein Ext.Mic.Anschl.). Dabei hätte der Klapp- Sucher fast alle CamCorder deplazieren können.

    Nirgends ist zu lesen, ob die GX7 schon beim Fukussieren stabilisiert. Alle Tests werden mit kurzen Brennweiten gemacht, bei denen es nicht auffällt, wenn das Sucherbild beim Fokussieren wackelt.

  11. Replyseyjo

    Hat schon jemand den Bildstabilisator der GX7 gestestet? Ich habe auf einer englischsprachigen Webseite gelesen, dass der eingebaute Bildstabilisator nicht sehr gut sein soll und auf keinen Fall mit dem 5-Achsen Bildstabilsator in den Olympus Kameras mithalten kann. Leider habe ich noch keinen deutschen Tesbericht gefunden, wo der Bildstabilisator genauer getestet wurde und ein Ergebnis veröffentlicht wurde.
    Es wäre nett, wenn jemand Erfahrungen mit dem Bildstabilisator veröffentlichen oder einen Hinweis auf einen Test des Bildstabilisators geben könnte.

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