Pressekonferenz „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“

Pressekonferenz „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“

Boris Mehl hat für FOTOGRAFR die Pressekonferenz „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“ in Berlin besucht. Hier sein Bericht:

Drei Tage vor dem Finale der aktuellen Staffel Germanys Next Top Model mit Heidi Klum hat Pro Sieben zur Pressekonferenz eingeladen. Ich war für fotografr.de im Hotel Waldorf Astoria in Berlin dabei. Der Beginn ist für 11.00 Uhr geplant, ab 10.30 Uhr durfte man schon in den Saal. Ich bin pünktlich, aber sehr viele Kollegen stehen schon in der Mitte von der kleinen Bühne und ich bekomme nur noch einen Platz am Rand. Vor die Absperrung kommt man auch nicht, selbst wenn man den Mann am Lichtpult gut kennt.

Die Fotografen in der ersten Reihe scheinen sich auch alle zu kennen, trotzdem werden die Plätze hart verteidigt. Jeder will den besten Standort. Leitern werden aufgebaut, Taschen gerückt, Kameras eingestellt. Der Fotograf von ProSieben und die Bildchefin gehen auf die Bühne und dienen als Lichtmodels.

Dann geht es pünktlich los. Zusammen mit Heidi Klum stehen die vier Finalistinnen Sabrina (21), Luise (18), Lovelyn (16) und Maike (19) auf der Bühne und lassen recht professionell das Blitzlichtgewitter über sich ergehen. Als Gruppe oder Heidi Klum alleine, von links nach rechts blicken alle von Fotograf zu Fotograf. Jeder soll die Chance haben ein Foto mit Blick in die Kamera zu bekommen. Die Fotografen geben dazu noch Regieanweisungen, „Mehr in die Mitte stellen, bitte!“, „Ein Blick über die Schulter, Heidi!“. Als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk bekommt Heidi Klum dann noch eine Schoko-Torte überreicht. Ein Fest für die Fotomeute. „Heidi, probiert doch mal!“, wird gerufen.

Eigentlich hat jeder Fotograf genügend Chancen auf ein gutes Foto. Eigentlich. Nach zehn Minuten ist der ganze Spuk vorbei. Ich habe tatsächlich 255 Fotos gemacht. Uff… Ganz schön stressig. Und die Ausbeute? Eher mager. Durch die vielen Fotografen und das Blitzlichtgewitter bleiben viele Bilder allein von der Belichtung her auf der Strecke. Die Bühne ist zwar gut ausgeleuchtet, aber auf das Blitzen verzichtet kaum einer der anwesenden Fotografen. Und dann sind es nur wenige Fotos, auf denen alle vier auch wirklich gleichzeitig in die Kamera blicken. Da merkt man schon, dass Heidi Klum solche Termine öfter absolviert, sie blickt ausreichend lange in jedes einzelne Objektiv.

Ganz schön viel Stress für nur ein Foto. Da bleibe ich doch lieber bei meinen Portraits.

Heidi Klum, Germanys next Topmodel, Pressekonferenz am 27. Mai 2013, Berlin, Hotel Waldorf AstoriaHeidi Klum, Germanys next Topmodel, Pressekonferenz am 27. Mai 2013, Berlin, Hotel Waldorf Astoria

Heidi Klum, Germanys next Topmodel, Pressekonferenz am 27. Mai 2013, Berlin, Hotel Waldorf Astoria

Heidi Klum, Germanys next Topmodel, Pressekonferenz am 27. Mai 2013, Berlin, Hotel Waldorf AstoriaHeidi Klum, Germanys next Topmodel, Pressekonferenz am 27. Mai 2013, Berlin, Hotel Waldorf Astoria

Heidi Klum, Germanys next Topmodel, Pressekonferenz am 27. Mai 2013, Berlin, Hotel Waldorf Astoria



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8 comments

  1. ReplyDetlev Motz

    Für einen Sport- Agentur- oder Eventfotografen ist das kein Stress sondern der tägliche Alltag. Hab so eine Geschichte auch in Kaltenberg bei einer Filmpremiere erlebt. Die Bemerkungen der „Kollegen“ zu den vorbei galoppierenden Stars fand ich eher witzig. Die meisten hatten ja reservierte Plätze und ein loses Mundwerk. Es geht aber nur so und mit Ellbogen. Wer zu spät kommt straft der liebe Gott. Ist aber ganz gut erzählt vom Fotografen. Und er hat ja tatsächlich auch ein Bild drauf, wo alle herschauen. Ist auch nicht ganz einfach. 🙂

  2. ReplyChristian Öser

    Interessanter Bericht! Genau aus diesem Grund gehe ich nicht gerne zu PKs von richtig Prominenten. Aber ich finde es super, dass du auch ein Foto von der Fotografenmeute zeigst! Da werden alle zu wilden Tieren. 😉

    Viele Grüße aus Wien
    Christian

  3. ReplyHolger Reich

    So ein kleiner SEitenblick in Richtung der Kollegen ist recht amüsant – aber Realität. leider machen ja alle bei dem medialen Heidi-Zirkus mit anstatt auch einmal den Mut zu haben, die Verantwortung der Fotogarfen für ihre Models zu beleuchten. Immer geht es nur ums liebe Geld und blutjunge Kinder werden zu seelenlosen Sexobjekten degradiert.

    Ich bin sicherlich nicht prüde, doch wehre ich mich dagegen, so junge und unerfahrene Kinder dergestalt zu vermarkten. Komme mir jetzt niemand mit „die haben es so gewollt“. Ein 16 oder 18jähriges Mädel kann garnicht die Folge ihres Tuns abschätzen. Die einzigen Gewinner sind doch die Macher dieser Shows.

    Und da sollten halt auch mal die Fotografen auf eine gewisse Foto-Etikette (Fotoquette?) achten und zu manch einem Nacktfoto einfach mal NEIN sagen. Für meinen Geschmack hat Frau Klum schon lange das Maß des guten Geschmackes überzogen.

    mit allerbesten Grüßen
    Holger Reich

  4. ReplyRalf

    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass dort beste Freunde zu den größten Feinden werden können. Aber anschliessend trinkt man dann wieder einen Kaffee zusammen und sichtet seine Ausbeute.

    Schlimmer finde ich es allerdings, wenn man zusammen mit anderen etablierten Fotografen-Kollegen zu einem Termin kommt, bei dem sich dann auch die werten Herren von der überregionalen Presse oder Agenturen befinden. Die halten sich (mit wenigen Ausnahmen) nämlich regelmässig für die Größten. Dass sich aber die „Vor-Ort-Größen“ dann gemeinsam durch eine gezielte Aktion in seine Kniekehle (da reicht ein kleiner Druck mit dem eigenen Knie) mit anschliessendem Durchreichen nach hinten ein wenig Respekt verschaffen, verstehen die dann irgendwie auch nicht wirklich… 😉

    Wie dem auch sei, ich möchte da nicht jeden Tag stehen, nur um die (sogenannten) Promis dazu zu bewegen ein einziges Mal in meine Linse zu schauen.

  5. ReplyPolichronis Moutevelidis

    Es klingt alles sehr stressig und ich kann schon auch sehr gut nachempfinden 🙂 Bei meinen ersten Konzertfotos vor Jahren das erste mal im Fotograben, ging das auch so zu 🙂 Aber die Ausbeute ist meiner Meinung nach doch vollkommen ok, auch wenn du nur an der Seite standest, denke du kannst da allemal zufrieden sein. Ich bin jetzt heute gespannt, ob sich der Venus Mythos auch in diesem Jahr wieder bewahrheitet und somit Luise gewinnen wird 🙂

    Grüße Poli

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