Equipment für On-Location-Fotografie: Die Fototasche
Ich trage übrigens nie lose Speicherkarten mit mir herum, sondern lade meine beiden Canon mit je zwei Speicherkarten mit ausreichender Kapazität. Derzeit sind das 2x 4 GB, 1x 8 GB und 1x 16 GB. Bis jetzt habe ich es noch nie geschafft, diese Kapazität auch wirklich zu verbrauchen. Dadurch, dass die Karten immer in den Kameras verbleiben, verhindere ich unbeabsichtigten Verlust – dass ich die Kameras nicht vor Ort vergessen werde, erscheint mir jedenfalls sicher.
Im Alltag achte ich penibel darauf, dass die Kameratasche in immer gleicher Form gepackt ist und dass ich mich auch bei einem schnellen Aufbruch darauf verlassen kann, dass alle benötigten und bewährten Utensilien auch wirklich darin liegen. Diese Konsequenz in puncto Ordnung hat sich bewährt und ist einfach überlebenswichtig; nicht immer denkt man an all das, was man benötigt, daher ist das blinde Verlassen auf Vollständigkeit eine wichtige Voraussetzung für die Produktionssicherheit.
Viele der kleinen Utensilien sind von herausragender Bedeutung. Das Victorinox Multitool zum Beispiel brauche ich unglaublich oft, um etwas zu zerschneiden, um einer improvisierten Bastellösung zum Erfolg zu verhelfen, um eine Schraube zu lösen oder wieder festzuziehen und vieles mehr. Ähnliches Kaliber hat die Rolle Gaffer-Tape. Mit 50 Meter Lauflänge bietet sie enorme Reserven, trotzdem verbrauche ich ein bis zwei Rollen pro Jahr bei diversen Basteleien am Set. Auch die Puderdose kommt häufig zum Einsatz, mindestens einer der zu portraitierenden Mitarbeiter glänzt immer heftig, das kann man mit dem Puder gut in den Griff bekommen. Ich habe eine mittlere Tönung erworben, so dass sowohl helle als auch dunkle Menschentypen damit nicht merkwürdig aussehen. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Dabeihaben dieses Utensils richtig Eindruck macht, vor allem bei weiblichen Mitarbeitern eines Unternehmens, die nicht selten dankbar auf diese kleine Schönheitshilfe zurückgreifen…
Voll gepackt bringt die große Kameratasche locker 15 kg auf die Waage, was beim Transport über größere Strecken unglaublich schwer ist und mächtig an den Schultern zerrt. Ich überlege daher immer mal wieder, die Tasche durch einen Rollkoffer zu ersetzen, andererseits schätze ich den flexiblen Knautsch-Faktor einer klassischen Fototasche. Wir werden sehen.
Im nächsten Teil seines Artikels geht Christian Ahrens auf den Blitzkoffer und die Werkzeugkiste ein.
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Der Hauptgrund entweder Canon oder Nikon zu wählen liegt für mich ehrlich gesagt viel mehr darin, dass es einen vernünftigen Profiservice gibt.
Hallo Christopher,
ebenfalls ein gewichtiges Argument, das stimmt. Schnelle Reparaturen oder einen schnellen Check braucht man immer mal wieder und es ist gut zu wissen, dass die Jungs in Willich und anderswo sich Mühe geben, im Falle des Falles unkompliziert weiterzuhelfen.
VG
Christian
Hallo Christian!
Das ist ein sehr interessanter Artikel und ich habe auch gleich ein paar Fragen dazu.
- Für welche Aufträge braucht man eine Nahlinse? Ich hatte mir vor ewigkeiten mal zwei drei gekauft und nie benutzt (Mittlerweile nutze ich die dazu passenden Objektive nicht mehr
- Wobei kommen die Funkgeräte zum Einsatz?
- Wie zuverlässig ist das IR-Fernsteuergerät? Warum kein Funk?
Gruß
Andreas
Hallo Andreas,
vielen Dank für Dein Feedback.
- Die Nahlinse benutze ich häufig in Büros, wenn es darum geht symbolische Fotos zu machen, z.B. von Tastaturen, Telefonen, Visitenkartenhaltern u.ä. Damit kommt man schön ran, kann ohne Lichtverlust aus der Hand schießen und hat richtig viel Unschärfe – die Agenturen stehen auf dieses Füllmaterial.
- das IR-Gerät nutze ich nur für die Systemblitze. Die Blitzanlage wird über Funksysteme gesteuert (nächster Teil des Artikels).
- Funkgeräte erleichtern auf dem Gelände die Abstimmung, z.B. wenn der Assistent räumlich getrennt von Dir unterwegs ist. Oder irgendjemand muss weit entfernt etwas auslösen und man gibt per Funk das “Go”. Außerdem kann man damit “auf wichtig” machen, wer ein Funkgerät hat, strahlt enorme Autorität aus, die Leute respektieren das, so kann man sich die Sicherheitsleute vom Hals halten o.ä.
VG
Christian