Babyfotografie

Kerstin Mumm beschreibt, wie sie ihre Liebe zur Babyfotografie entdeckt hat und wie ihr Fotos gelingen, die sich vom Durchschnitt abheben.
Babyfotografie aus meiner Sicht
Eigentlich war mein Masterplan, als freie Künstlerin in der Weltgeschichte rumzutingeln, Fotos zu machen an seltsamen Plätzen, Bilder zu malen im Morgengrauen……aber natürlich kam alles ganz anders……ich bin mit meinem Freund zusammengezogen -auch Künstler, welch Glück!- und wurde schwanger. Mein Plan lief trotz allem noch im Hinterkopf. Aber anstatt Architektur und Städte zu knipsen, wurde meine Tochter mein Lieblingsmotiv. Und daraus entstand dann die Idee, mich damit selbständig zu machen.
Gelernte Fotografen in diesem Bereich gibt es genug. Es gibt auch genug Bilder, von hingesetzten Babys im Blitzlicht, oder unter Scheinwerferlicht. Das wollte ich alles nicht. Ich wollte natürliche Bilder, wie sie der Realität entsprechen. Und ich will den Eltern das Hetzen zum Fotostudio ersparen. Und außerdem -das Wichtigste wahrscheinlich- hab ich ganz einfach einen anderen Geschmack als die Durchschnittsmami, die ihr Kind einmal im Leben, süß, mit Schleifchen im Haar, beim Fotografen sehen will. Irgendwie sollen meine Bilder rocken oder verträumt sein, oder alles auf einmal!
Wichtig ist mir das Gefühl und die Stimmung auf den Bildern. Man muss merken, dass das Kind sich wohlfühlt und dass ich es in seinem Spiel oder in seinem Tun allgemein nicht störe.
Meine Herangehensweise dabei: Das Baby darf sich nicht von der Kamera ablenken lassen. Wenn es überhaupt nicht gewohnt ist, fotografiert zu werden, schaut es meist erstarrt in die Kamera, als gäbe es kein Morgen, kein anders spannenderes Objekt auf dieser Welt! Und wenn jemand noch kein Baby starren gesehen hat: es starrt minutenlang ohne mit der Wimper zu zucken in die Linse und selbst Ablenkungsmanöver ignoriert es. Nix zu machen! Es starrt weiter! Das bedeutet: Geduldig sein ist das A und O! Die Kamera also erstmal weglegen, nicht auf die Uhr gucken und smalltalk mit den Eltern führen. Übrigens für mich eine der schwersten Begebenheiten. Gut wenn man jemanden kennt, der Psychologie und Coaching studiert hat, und Menschen, die zwar hinter der Kamera alle Scheu verlieren, sich aber ohne schüchtern dahin bewegen, die Angst etwas nehmen kann.
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Was ist denn das bitte für ein artikel? laberblub, blabla.
Bin von fotografr eigentlich qualitativ bessere Artikel gewöhnt.
In dem Artikel steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern das Umgehen mit der fotografierten Person, in diesem Fall einem Baby. Das ist aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt, der von vielen Fotografen vernachlässigt wird.
Trotzdem danke, Jens, für die Rückmeldung, ich bin auch für negative Kritik offen.
Gruß Omori
Gute Artikel (nicht für “Profis” wie jens, natürlich), für mich aber sehr interessant und hilfreich. Und überhaupt, einfach schöne Text.
im gegensatz zu jens finde ich den artikel gelungen! wie oben bereits geschrieben, es geht um die herangehensweise und den umgang mit den menschen und nicht um die technik.
“”und wie ihr Fotos gelingen, die sich vom Durchschnitt abheben.”"
bitte um entschuldigung, die babybilder heben sich vom durchschnitt ab? von welchem durchschnitt? es handelt sich um suesse babys, aber was ist an den bildern fotografisch wertvoll?
Hallo Stefan,
ich gebe Dir recht, künstlerisch wertvoll sind die Bilder nicht. Sollen sie aber sicher auch gar nicht sein.
Baby- und Kinderfotos sind in der Regel eher kommerziell ausgerichtet auf den Geschmack der Eltern. Aber das, was eigentlich so einfach klingt, ist es eben doch nicht. Ich habe schon einige wirklich stümperhafte kommerzielle Fotografen erlebt, die Kinderfotos angeboten haben.
Daher finde ich die Tipps und die Ergebnisse von Kerstin Mumm durchaus wertvoll, auch wenn ich nach Durchsicht Deines Portfolios verstehen kann, dass Du aus einer ganz anderen fotografischen Ecke kommst.
Gruß Omori
Ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen. Und ich bin zwar kein Künstler, aber Vater eines kleinen Sohnes. Und ich glaube auch, dass es hier vordergründig nicht um die Kunst geht, sondern um zwischenmenschliche Beziehungen…-und die sind gelungen dargestellt. ICh habe beileibe schon andere Bilder von Babys gesehen!
Und um auch einmal kritisieren zu dürfen: Meiner Meinung nach sind in den Bildern von Herrn Rohner nur Inzenierungen zu sehen (Nur darum geht es ihm anscheinend). allerdings ohne jegliches Gefühl für irgendetwas. Selbst die Bilder, die Dramatik oder ähnliches symbolisieren sollen, geben nichts wirkliches wider. Meine Frau hat bei den Bildern oft gegrinst (sie ist Kunstwissenschaftlerin) und gemeint: “Naja: DAS hab ich irgendwo anders auch schonmal gesehen! Selbes Bild, allerdings unter einem anderen Namen!” Sie meinte, der Herr Rohner bedient nahezu jedes Klischee, dass es nur gibt! Technisch perfekt. Menschlich ohne Wertung. Und Künstlerisch viel zu oft nachgeahmt und inszeniert (Gibts auch mal “eigene Bilder”? Wo bleibt denn HIER die Kunst???)
Als Vater, der sich für Babyfotografie interessiert zum Artikel, um den es hier ja gehen soll: gelungen und nachvollziehbar! Und vor allem menschlich und interessant. Weiter so, Frau Mumm!
Also ich finde schon das sich die Bilder vom einheits-Baby in Badewanne-Brei unterscheiden. Man sieht deutlich das eine entspannte Atmosphäre war ….
Gute Babyfotos …….