Blogger-Abmahnungen und meine Reaktion darauf


Über den deutschen Bloggern schwebt ein Damokles-Schwert. In letzter Zeit werden die Meldungen immer häufiger, dass Blogbetreiber abgemahnt und erheblich zur Kasse gebeten werden, weil sie Bildmaterial verwenden, an dem sie keine Nutzungsrechte haben. Einige haben bereits mit dem Bloggen aufgehört oder zeigen nur noch Fotos, die sie selber geschossen haben.

Grundsätzlich ist das Urheberrecht eine sinnvolle und notwendige Einrichtung, denn es schützt Fotografen und andere Urheber und ist Voraussetzung dafür, dass sie angemessen für ihre Arbeit bezahlt werden. Und es ermöglicht Fotografen, selber zu bestimmen, wo und in welchem Zusammenhang ihre Bilder verwendet werden.

So richtig ärgerlich wird das Ganze aber, wenn sich dubiose Firmen und Anwälte exklusive Nutzungsrechte an belanglosen Bilder kaufen, nur um anschließend bei ahnungslosen Bloggern Kasse machen zu können. Wenn das rechtlich einwandfrei sein sollte, stimmt meiner Meinung nach etwas mit der rechtlichen Situation nicht. Mit einem Grundsatz von Treu und Glauben lässt sich das aus meiner Sicht nicht vereinbaren.

Bedenklich finde ich vor allem, dass der grundsätzlich notwendige Schutz von Urhebern hier in das Gegenteil verkehrt wird. Denn im Sinne der eigentlichen Urheber sind diese Vorgänge in den meisten Fällen nicht, oft fallen diese aus allen Wolken, wenn sie davon erfahren.

Ich kann nur hoffen, dass sich Fotografen und Foto-Nutzer durch diese Vorgänge nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Denn die Fotografen sind in aller Regel nicht die bösen Abzocker und die Bildnutzer sind in den wenigsten Fällen Bilderdiebe.

Ich habe in den letzten Jahren in den allermeisten Fällen einen sehr fairen Umgang miteinander erlebt: Bildnutzer fragen vorher beim Fotografen um Erlaubnis und bringen einen Urhebernachweis mit Link an. Bei kommerzieller Nutzung ist ein Bildhonorar selbstverständlich. Fotografen erwarten zwar, dass sie vor einer Bildnutzung gefragt werden, reagieren aber meist nicht gleich mit der der rechtlichen Keule, wenn ein Blogger über sie schreibt, dabei ein Foto nutzt und einen ordentlichen Urhebernachweis mit Link anbringt.

Ich hoffe, dass das auch in Zukunft ein fairer Umgang miteinander üblich bleibt und auf die Nutzung anwaltlicher Hilfe so oft wie möglich verzichtet werden kann.

Als Blogger habe ich aber zwangsläufig reagieren müssen. Seit einiger Zeit lege ich mir zu jedem Blogartikel, in dem ich fremdes Bildmaterial benutze, einen Nachweis ab, dass die Bildnutzung für meinen Blog erlaubt ist. Das ist zwar aufwändig, aber wohl in Anbetracht der aktuellen Ereignisse unvermeidbar. Denn eine formlose Zusage, Bildmaterial verwenden zu dürfen, hilft mir im Zweifelsfall nur dann etwas, wenn ich sie auch tatsächlich beweisen kann.

Wie macht ihr das? Nutzt ihr nur eigenes Bildmaterial? Oder hofft ihr, dass schon nichts passieren wird?

Ich arbeite als Business- und Industrie-Fotograf in Heidelberg und helfe als Coach kreativen Menschen dabei, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können. Mehr

22 comments

  1. ReplyJens

    Gerade bei privaten Blogs finde ich diese Abzocke unverschämt. Bei solchen Fällen sollte verbindlich zunächst eine Unterlassungsanfrage (kostenfrei) gestellt werden. Man muss ja nicht immer gleich mit dem schlimmsten drohen.
    Ich selbst nutze ausschließlich eigenes Material auf meiner Webseite. Wenn Bilder von mir woanders genutzt werden, melde ich dies in der Regel dem Betreiber zunächst und bitte um einen Copyright-Hinweis sowei einen Link zu meinem Blog, oder aber um die Entfernung des Bildes. Mit einem Anwalt zu drohen halte ich für mehr als überzogen.

  2. ReplyBjörn Nickolas Schiffner

    Hallo 🙂

    Mmhh, solche Diskussions- oder Denksanstösse liest man ja die Jahre öfter.

    Ich denke so etwas lässt sich ganz einfach vermeiden: Indem man nur Bilder verwendet für welche man auch ein Nutzungsrecht hat. Ich sehe da keine grosse Problematik drin, denn unser Urheberrecht ist so ausgelegt, dass die Nutzung untersagt ist solange man kein Nutzungsrecht hat, ist doch ganz einfach oder?!
    Andere Regelungen würden doch alles viel zu kompliziert machen 🙂

    Es gibt genügend Datenbanken wo man sich als (privater) Blogger oder Websitebetreiber mit kostenfreien Nutzungsrechten eindecken kann, zum Beispiel pixelio.de.

    Liebe Grüsse Björn

    Ps.: Man sollte natürlich bedenken, sobald ein einziger Werbeplatz oder ähnliches was Geld reinbringt auf einem Blog oder einer Website läuft gilt dies nicht mehr als privat sondern als kommerziell. Fliesst ja schliesslich auch Geld, die Menge ist ja für das Gesetz erstmal nicht relevant, höchstens für eine Lizenzierung 😉

  3. ReplyGuenter

    Wenn man meine Bilder verwenden möchte, egal wie und wo, erwarte ich schon eine vorherige Anfrage. Ich selbst würde dies umgekehrt auch so machen.

    Aber Bildrechte zu erwerben nur um jemanden kostenpflichtig abzumahnen ist m.E. tatsächlich nur Abzocke.

    Ich bin erst vor kurzer Zeit unter die Blogger gegangen (siehe http://www.guenter-elbers.de/blog), so dass ich noch nicht so viel zu dem Thema sagen kann. Bisher habe ich nur eigenes Material gepostet. Ich würde aber auch gerne über andere Fotografen etwas schreiben.

    Hier stellt sich die Frage, wie man sich die Genehmigung hereinholt. reicht hier eine Email. Muss der Text vorher bereits feststehen usw.

    Evtl. kannst du ja mal konkretisieren wie du das machst. Das würde mich brennend interessieren 🙂

    Beste Grüße

    Guenter
    Dies stellt sich aber durchaus nicht als einfach
    Bilder tatsächlich ohne vorherige Genehmigung genutzt werden ist das nicht in Ordnung. Wenn auf einem Blog positiv über einen fotografen berichtet wird, hat dieser aber i.d.R: ja nichts dagegen.

  4. ReplyGaby

    Finde ich schon allerhand, Nutzungsrechte zu kaufen um damit nachher Abmahnungen zu verteilen. Auf was man nicht alles kommt um Geld zu machen…
    Ich benutze ausschliesslich eigenes Material oder lizenziertes. Da ich auch gerne Bildmontagen mache, greife ich auch öfters auf fremde Hintergründe zu, diese besorge ich mir aber immer bei den Bildagenturen. Kostet ja nicht viel und man hat nachher einen Nachweis für die Lizenzierung. Teuer wird es nur, wenn ich eine hohe Auflösung für den Druck brauche.
    Ich selber habe auch schon Bilder von mir im Internet gefunden, auf Webseiten mit kommerziellem Hintergrund. Einen Anwalt einschalten musste ich aber noch nie, ich habe jeweils freundlich auf den Verstoss aufmerksam gemacht und eine Gebühr für die Nachlizenzierung verlangt. Hat bisher immer geklappt, kam aber auch noch nicht häufig vor.

    Liebe Grüsse
    Gaby

  5. ReplyS. Wickenkamp

    Meine Artikelbilder habe ich selbst geschossen. Das eine oder andere Bild wird im Laufe der Zeit zwar mehrfach verwendet, dafür bin ich aber weitestgehend auf der sicheren Seite. Es kommt natürlich auch noch auf die Bildinhalte an… Daß gewisse Regeln eingehalten werden müssen und sollen, ist natürlich vollkommen klar und in Ordnung – aber manchmal nervt es, daß man als Fotograf und Internetseitenbetreiber ständig an 1000 Sachen im Voraus denken muß, damit man nicht schon mit einem Bein im Knast steht…

  6. ReplyRalf Nöhmer

    Wer in einem Kaufhaus etwas stiehlt und erwischt wird, wird auch zur Kasse gebeten und nicht erst darauf hingewiesen, dass er es nicht darf. In der heutigen Zeit gibt es – so meine Meinung – inzwischen wohl niemanden mehr, dem das Thema ‚Verwendung von fremden Bildern‘ auf der eigenen Webseite nicht fremd ist. Spätestens, wenn man sich selbst einen Blog zulegt, muss man sich auch mit den Rechten auseinander setzen. Wer schon ein korrektes Impressum auf seiner Webseite hat, der weiss auch, dass es rechliche Fallstricke gibt, weil er sich damit beschäftigt hat. Und dazu gehören auch die Urheberrechte.
    Ganz absurd wird das ganze dann noch, wenn auf der Seite auch noch Hinweise auf die Nutzung der Inhalte und das Urheberrecht gesetzt sind.

    Vielleicht klingt das jetzt etwas hart, aber in den meisten Fällen gehe ich heute davon aus, dass der Nutzer ganz genau weiss, was er da macht und dass er sich zumindest in einer Grauzone befindet, wenn er fremdes Bildmaterial ohne Erlaubnis nutzt.

    Das bedeutet aber nicht, dass ich in solchen Fällen mit der großen Keule schwinge. In der Regel reicht eine Mail mit dem Hinweis auf das Urheberrecht und man einigt sich. Das gilt zumindest bei privaten Blogs oder solche, die nicht durch Affiliate-Links auch noch Geld mit der Seite verdienen wollen. Letztere bekommen von mir in der Regel eine Mail zusammen mit der Bitte, die Nutzungsdauer usw. bekannt zu geben, damit ich eine Rechnung stellen kann. Alternativ stelle ihnen dann aber frei, die Bilder vom Blog zu nehmen, womit die Sache dann für mich erledigt ist. Aber auch hier einigt man sich normalerweise recht schnell.

    In der Regel aber hat man mehr Erfolg, wenn man selbst zunächst einmal freundlich auf den Fehler hinweist, als wenn man selbst gleich mit dem Anwalt auf die kleinen Blogger schiesst.

    Um das Problem zu umgehen, nutze ich auf meiner Webseite fast nur eigenes Material. Ganz selten Fremdbilder, aber für die habe ich dann auch schon vorher eine schriftliche Freigabe bekommen. Ich warte jetzt nur noch darauf, dass ich mal eine Abmanhung von einem windigen Anwalt für meine eigenen Bilder bekomme… 😉

  7. ReplyStefan

    Manchmal selbstgemachte Bilder, manchmal auch geschütztes Material, wo ich mir vom Urheber dann die Erlaubnis einhole.
    Meistens aber Creative-Commons-Material, das ich mit der flickr-Suche finde. Allerdings muß man bei letzterem auch aufpassen, es gibt doch recht häufig flickr-Uploads von kommerziellen Stock-Fotos, die vom arglosen User als CC markiert wurden! Wenn ein Foto „zu schön um wahr zu sein“ ist, mit auffällig vielen Schlagworten versehen wurde, … werde ich hellhörig und stoße eine Suche mit TinEye an. Bin schon mehr als einmal dann bei irgendwelchen großen Bildagenturen gelandet…

  8. ReplyVolker

    Hallo,

    ich nutze bei den meisten Artikeln eigene Fotos. Manchmal kaufe ich bei Fotolia Fotos.
    Hin und wieder, wenn ich keine eigenen Fotos habe, bzw. keinen bei Fotolia finde, nutze ich auch Creative-Commons-Bilder. Das ist bisher aber nur 2 oder 3 mal vorgekommen.

    Allerdings wurden schon öfter Fotos von mir auf anderen Seiten veröffentlicht (ohne Erlaubnis). Bisher wusste ich noch nicht genau wie ich dabei vorgehen soll, bzw. in welcher Höhe ich, bei gewerblichen Seiten, das Honorar ansetzen soll.

    Einmal hat ein kommerzieller Reiseveranstalter ien Foto von mir genutzt. Er hat es anschließend entfernt. Ein anderer (Deutscher) saß im Ausland (Südamerika) und meinet nur, ich könne doch stolz sein, dass er mein Foto zeigen würden und ich könne ihn ja verklagen. Dabei wäre ich mit einem Link einverstanden gewesen.

    Schöne Grüße
    Volker

  9. ReplyPeter

    Wenn ich Bilder finde ohne vorher zur Verwendung gefragt worden zu sein, schreibe ich eine Rechnung. Wird die nicht bezahlt geht es zum Anwalt und bis zum Gericht. Ich lebe vom Bildverkauf und wenn Bilder ungefragt verwendet werden (bei mir in 100% der Fälle), muss ich leider so reagieren. Wer fragt hat einfach die besseren Karten. Eines meiner Bilder ist einmal über National Geographic zum Download als Wallpaper angeboten worden. Dieses Bild finde ich jetzt bis zu 400 mal unbezahlt im Netz, Ein anderes Bild, noch nie verkauft, finde ich 200 mal im Netz. Aus diesen fehlenden Erlösen kann ich kein Einkommen generieren um die Fotografie aufrecht zu erhalten. Da die meisten „Diebe“ im rechtlich nicht erreichbaren Ausland sitzen kann ich nur von einem kleinen Teil die Rechnungen eintreiben. Also wird keiner verschont. Wäre der Klauanteil nicht so hoch, könnte ich ja darauf verzichten, aber so bin ich darauf angewiesen die wenigen möglichen Honorarmöglichkeiten zu nutzen. Hier sind die Diebe ja selber schuld. Ich habe bis jetzt immer einen Preis gefunden der für beide Seiten akzeptabel ist. Wer klaut zahlt nach MFM+++++.
    Amen

  10. ReplyChristian Rohweder

    Meistens benutze ich eigenes Material. Vereinzelt auch Pressematerial das dafür extra freigegeben ist. Aber auch hier schaue ich genau in das Regelwerk des jeweiligen Anbieters und frage lieber einmal mehr nach.

    Wenn jemand mein Material benutzt ohne zu fragen ist das recht einfach. Private Nutzer weise ich auf die Rechtslage hin, kommerzielle Nutzer bekommen eine Rechnung. Keule kommt erst wenn da nichts fruchtet.

    Sich aber Nutzungsrechte zu kaufen um damit abzuzocken – wie arm ist das denn?

  11. ReplySusan

    Ich kann irgendwo beide Seiten verstehen. Ich benutze aufgrund des Urheberrechts und der Abmahntrolle ausschließlich eigenes Bildmaterial oder Material von Leuten, die ich kenne, die ich gefragt habe und von denen ich das o.K. habe. Kenne ich die Leute nicht, frage ich per email an und lasse mir das schriftlich zusichern, dass ich die Bilder nutzen darf. Ich finde es übel, dass Geld generiert wird, indem harmlose Blogger abgemahnt werden – sicher, es ist nicht schön, wenn sich jemand ein Bild klaut und es weiter verwendet. Auf der anderen Seite gehe ich doch das Risiko bewußt ein, wenn ich ein Bild ins Netz stelle. Nicht, dass ich meine Bilder zum Abschuss freigebe, Gott bewahre. Aber ich würde jetzt auch nicht mit der Anwaltskeule kommen, wenn jemand eines meiner Bilder klaut. Außerdem stelle ich ohnehin nur kleine Formate ein, mit denen man kaum was anfangen kann und die mir nicht weh tun, wenn ich sie mal woanders finde.

    Was mich ärgert, wenn kommerzielle Anbieter das ein oder andere Bild klauen. Das ist dann schon extrem unverschämt.

    Und Nutzungsrechte kaufen, um damit abzuzocken – leicht verdientes Geld, vor allem sicheres Geld. Wie ich in den letzten Tagen erfahren durfte, gibt es Leute auf der Welt, die es eigentlich nicht geben sollte.

  12. ReplyAndreas r

    Ich gebe als privater Blogger einen Blog heraus, und investiere einen großen Teil meiner Freizeit damit, dass ich mein Fachwissen kostenlos mit der Welt teile. Den Beitrag von Anwälten, die Bildrechte einkaufen, nur um Leute wie mich abzumahnen/ Geld zu drucken, halte ich aus dieser Sicht für ähnlich gesellschaftlich unerwünscht, wie den Beitrag eines Patent Trolls, der sich an fremder Innovation bereichert, aber keinen inhaltlichen Beitrag macht – und so der Allgemeinheit eher einen Schaden zufügt. Es ist schade um jenen Blogger, der deswegen aufhört.

    Ich benutze eigene Bilder, und halte mich auch sonst an die Regeln. Trotzdem, welcher Privatmann kann schon sicher sein, dass er keine Fehler macht. Auch will ich nicht dafür plädieren, hemmungslos zu kopieren, doch ich denke, dass man als Gemeinwesen auch im Urheberrecht auch immer das Allgemeinwohl im Blick haben sollte, und Verhältnismäßigkeit braucht.

    Wäre es zum Beispiel richtig, dass ein unbeteiligter Dritter einen Spender verklagen/ abzocken kann, nur weil der den Punkt auf der i vergessen hat beim unterschreiben?

    Wenn das Problem der beschriebenen Abmahnungen um sich greifen sollte, sollte man schleunigst die Gesetze ändern, damit sie das tun was sie sollen: dem Allgemeinwohl verpflichten, und Abzocker ins Off verweisen.

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  14. ReplyFrank Reuter

    Hallo,

    so wie ich die Kommentare verfolgt habe, sind sich eigentlich alle einig. Entweder eigene oder lizenzierte bzw. lizenzfreie Bilder.
    Was die Abmahnanwälte angeht bin ich der Meinung das diese nicht abmahnen können. Das Urheberrecht ist unveräußerlich und bleibt immer beim Fotografen. Hat jemand das Exklusivrecht erworben, findet aber die entsprechenden Bilder bei anderen Nutzern müsste er den Fotografen abmahnen/ belangen. Dieser könnte dann urheberrechtlich vorgehen.

  15. ReplyMichael Mahlke

    Ich erhalte täglich viele Pressemitteilungen, Ausstellungshinweise etc. Zudem werde ich fast täglich von pixray besucht. Um keine unnötigen Risiken einzugehen schicke ich mittlerweile bei fotoausstellungen.com fast jeder Email folgenden Text hinterher: „Sie können mir gerne eine Presseinformation an info@fotoausstellungen.com schicken. Wichtig: In der Email müssen Sie mir mit ihrer kompletten Anschrift mit Klarnamen folgendes bestätigen (am besten kopieren Sie diesen kursiven Text), nur dann wird geprüft, ob die Presseinformation kostenlos veröffentlicht wird:

    Für alle an info@fotoausstellungen.com bzw. Michael Mahlke geschickten Fotos, Bilder und Texte bestätige ich, dass ich der Urheber bin und/oder über alle Veröffentlichungsrechte und Weitergaberechte verfüge. Ich räume Michael Mahlke das Recht ein, die Texte und Bilder hier auf der Webseite fotoausstellungen.com publizieren zu können und in diesem Zusammenhang auch an anderen Stellen. Ich stimme zu, dass ich keine materiellen oder immateriellen oder finanziellen Ansprüche für die Bereitstellung/Veröffentlichung/Nutzung der Texte/Bilder an Michael Mahlke stelle.“

    So ähnlich machen das auch andere. Ich erhalte fast nie eine Antwort und danach auch von denen keine Post mehr. Das ist also sehr vorteilhaft, weil man damit die Spreu vom Weizen trennt. Vermutlich haben die meisten PR-Agenturen auch mit den Fotografen oder Fotoanbietern das rechtliche Verhältnis nicht geklärt. Da das Problem aber darin besteht, dass derjenige dran ist, der etwas publiziert, kann ich mein Vorgehen nur empfehlen.

  16. ReplyMichael Mahlke

    Ich habe das Ganze in Ergänzung zu meinem Beitrag noch einmal überarbeitet und sprachlich genauer gefasst und würde dies gerne hier für alle noch einmal zur Verfügung stellen, weil ich glaube, dass die massenhafte Verbreitung dieser Erklärung zu einem besseren und sichereren Umgang mit digitalen Daten führt.:

    Für alle an info@fotoausstellungen.com bzw. Michael Mahlke geschickten Fotos, Bilder und Texte bestätige ich, dass ich der Urheber bin und/oder über alle Veröffentlichungsrechte, Verwertungsrechte und Weitergaberechte verfüge. Ich bin autorisiert durch den Urheber bzw. Eigentümer Herrn Michael Mahlke das Recht einzuräumen, die Texte und Bilder auf der Webseite fotoausstellungen.com zeitlich unbegrenzt publizieren zu können und in diesem Zusammenhang auch an anderen Stellen. Ich bestätige, dass für Herrn Michael Mahlke durch die Veröffentlichung keine materiellen oder immateriellen oder finanziellen Ansprüche Dritter entstehen. Sollten gegen Herrn Mahlke trotz dieser Bestätigung Ansprüche geltend gemacht werden, übernehme ich alle Kosten, die in diesem Zusammenhang entstehen.

  17. ReplyUwe Klein

    Ich finde, in Deutschland wird das mit den Abmahnungen ziemlich übertrieben. Natürlich sind Urheberrechtsverletzungen nicht in Ordnung, aber in den meisten Fällen ist doch sicherlich eine Einigung ohne Rechtsmittel möglich.

    Und wenn sich einige Anwälte nur noch auf Abmahnungen spezialisiert haben, finde ich das absolut nicht mehr rechtens. Ich selber habe zu Glück noch keine Abmahnung bekommen (klaue aber auch keine Bilder ;-)).

    Auf meinen Blogs verwende ich sicherheitshalber eigenes Bildmaterial oder aus kostenlosen Quellen, hier kann ich das englischsprachige Stock.XCHNG empfehlen ( http://www.sxc.hu/ ).

  18. ReplyMichael Mahlke

    Nur mal so bei der Empfehlung für die Webseite im Beitrag vor mir. Da steht, dass sie keine Garantie dafür übernehmen, dass die Fotos rechtefrei sind.

    „Warranty and Liability

    THE WEBSITE AND THE IMAGES ARE PROVIDED „AS IS“. WE OFFER NO WARRANTY, EXPLICIT OR IMPLIED, REGARDING ANY IMAGES, THE WEBSITE, THE ACCURACY OF ANY INFORMATION, OR ANY RIGHTS OR LICENSES UNDER THIS AGREEMENT INCLUDING, WITHOUT LIMITATION, ANY IMPLIED WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE. SXC DOES NOT REPRESENT OR WARRANT THAT THE WEBSITE OR THE IMAGES WILL MEET YOUR REQUIREMENTS OR THAT THEIR USE WILL BE UNINTERRUPTED OR ERROR FREE. „

  19. ReplyAlex

    Also ich denke, dass man da schon die guten Bilder auf die Webseite stellen muss, dass andere Probleme damit haben. So kleine Bildchen aus dem Google Search wurden schon soviele mal kopiert, dass auch nicht mehr klar ist, wer der Eingetümer ist. Kostenloses material findet man auch zu Hauf. Ob dieses dann kommerziell genutzt werden können, ist eine andere Frage,, aber das wurde oben bereits erwähnt. Wenn man schon Bildchen klaut, ohne dass es dem Eigentümer einen Vorteil bringt, sollte man diese als Grundlage für etwas nehmen, aber nicht 1 zu 1 einstellen, speziell wenn es um Kunstarbeiten geht.

  20. ReplyGurgelchen

    @Jens
    >>Gerade bei privaten Blogs finde ich diese Abzocke unverschämt.

    Wasdenn? Wie kann ein ‚privater‘ Blog abgezockt werden? Ist doch privat, kann doch niemand anschauen, ist ja privat. Wenn er aber öffentlich im Internet stattfindet – also nicht mehr privat ist – dann ist das doch keine ‚Abzocke‘, wenn sich ein Fotograf (oder meinethalben: Rechteinhaber) wehrt gegen Urheberrechtsverletzungen ?!?!
    Und wenn ich HEUTE Bildrechte ankaufe, wie soll es möglich sein, Leute abzumahnen, die aufgrund der früheren Rechtesituation im Grünen Bereich waren? Das geht auch nicht.
    NUr die, die schon früher kein Recht hatten, ein Bild zu nutzen, und diejenigen, die sich nun nicht mehr auf die alte Situation berufen können, kann ich belagen.
    Alle anderen können sich erfolgreich wehren.

  21. ReplyChrissi

    Hallo, leider ist der Artikel schon was älter, aber ich hoffe, dass ich trotzdem noch Gehör finde. Vor genau solchen Geschichten habe ich Angst. Daher verwende ich fast nur selbstgemachte Fotos. Die einzige Ausnahme stellen Fotos aus dem Online Shop eines Kosmetikherstellers (LUSH) dar. Dort habe ich per eMail gefragt, ob ich die Fotos nutzen darf und eine positive Rückmeldung erhalten. Die Quelle der Fotos ist in dem Fall auch unter den jeweiligen Posts angegeben.

    Bin ich denn damit schon auf der sicheren Seite? Mir erzählte mal jemand, dass man eigentlich die Fotografen selbst fragen muss. Erstens ist dieser aber nicht angegeben und zweitens wurden die Fotos ja wahrscheinlich im Auftrag des Shops gemacht, also besitzen ausschließlich die Leute der Website die Bilder daran, ist das richtig so? Desweiteren weiß ich ja nun nicht, wer mir da geantwortet hat. Wenn ich an den Kundenservice von großen Shops denke, hat da ja sicher nicht jeder eine Ahnung, wie das nun rechtlich geregelt ist. Kann ich mich auf die Zusage verlassen und reicht es, die eMail aufzubewahren? Ist es möglich, dass auch daran irgendwann jemand die Rechte kauft und mich abmahnen kann?

    Liebe Grüße,
    Chrissi

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