Leser antworten: Lichtschranke / Blitzauslösung für High-Speed Bilder

In der Rubrik “Fragen an FOTOGRAFR” beantworte ich von Zeit zu Zeit Zuschriften, die ich von Lesern bekomme. Nun ist es aber so, dass ich in vielen Spezialdisziplinen der Fotografie relativ wenig Ahnung habe. Bisher habe ich die entsprechenden eMails immer freundlich mit einem “Tut mir leid” beantwortet.

Heute möchte ich ein kleines Experiment machen, von dem ich nicht weiß, ob es funktioniert: Ich möchte eine Frage direkt an die Leser weiterreichen.

Volker schreibt mir:

Hallo
Ich habe mal eine Frage. Ich möchte in Zukunft immer mal wieder Highspeed-Aufnahmen machen, bei denen ich z.B. einen mit Flüssigkeit gefüllten Luftballon mit einer Nadel per Hand zum Platzen bringen möchte.
Gibt es da eine Möglichkeit die Blitze erst auszulösen, in dem Moment wo der Luftballon zerplatzt? Ich dachte da so an eine Art Bewegungsmelder.
Gruß
Volker

Danke für Deine Frage, Volker. In diesem Umfeld habe ich weder Erfahrung noch besondere Kenntnisse. Das einzige, was ich weiß, ist:

  1. Es kommt auf die rechtzeitige Auslösung des Blitzes an. Das wird üblicherweise mit einer Lichtschranke erreicht.
  2. Es kommt auf eine möglichst kurze Brenndauer des Blitzes an. Normale Studioblitze sind da eher ungeeignet. Aufsteckblitze bei geringer Blitzleistung schon eher. Spezialisten bauen sich für diesen Zweck selber Blitze, die eine extrem kurze Abbrenndauer haben.

Damit hört mein Wissen aber schon auf.

Daher meine Frage an die Leser: Wenn kann hier eine fundierte Antwort liefern?

Wer zu diesem Thema einen Blogartikel geschrieben hat, kann gerne in den Kommentaren einen Link hinterlassen.

Und wer gerne einen Artikel schreiben würde, aber keinen eigenen Blog hat, kann gerne einen Gastartikel für FOTOGRAFR vorschlagen.

Ich arbeite als Fotograf und führe ein Fotostudio in Heidelberg. Mein Schwerpunkt ist die Portraitfotografie.
Außerdem biete ich Coachings und Trainings zu den Themen Orientierung, Marketing, Kundengewinnung und Betriebswirtschaft für Fotografen an.

5 comments

  1. Daniel

    Bei dieser Art der Bilder ist, wie schon geschrieben, die Abbrenndauer der Blitze entscheidend. Bei kleinster Leistung liegt die bei Systemblitzen bei ca 1/20.000 Sek., was kurz genug ist die Bewegungen einzufrieren. Demnach muss das ganz in einem Raum mit gedämpften Licht geschehen.
    Ohne etwas größeren Aufwand mit zusätzlicher Technik lässt sich das alles nicht realisieren. ich habe mir den “CameraAxe” nachgebaut, lässt sich aber wohl auch käuflich erwerben: http://www.cameraaxe.com. (Für die Baupläne muss man auf der Seite etwas suchen, ist aber alles OpenSource)
    Verschiedene Arten als Trigger sind möglich, Lichtschranken, Schall, oder einfache Kontakte.

  2. Uwe Mayer

    Für derlei Aufnahmen gibt es kommerzielle Lösungen wie bspw. die Stopshot von Cognisys.
    Ich verwende zwar eben diesen Controller (mit Lichschranke, aber auch für trivialere Anwendungen mit Mikrofon), muss aber zugeben das die meisten der Aufnahmen die ich damit fabriziert habe auch mit einer Selbstbaulösung auf Arduinobasis möglich sind. Zu wesentlich geringeren Kosten und mit zusätzlichem Lerneffekt.

    http://www.cognisys-inc.com/stopshot/stopshot.php

  3. Oliver Wende

    Die Lösungen zum triggern wurden ja schon angesprochen.
    Was auch noch zu beachten ist, gerade bei schnellen Abläufen, ist die Auslöseverzögerung der Kamera.
    Ich bin gerade dabei so eine Triggerschaltung selbst zu bauen. Besser als die Kamera auslösen ist die Blitze auszulösen und die Kamera auf Langzeitbelichtung zu stellen.
    Die Blitze reagieren nämlich etwas schneller als normale DSLRs.

    Gruß,
    Oli

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